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Telekom: Bundesnetzagentur verschärft Vorgaben für Vectoring

Die Bundesnetzagentur verlangt für den Vectoring-Betrieb der Deutschen Telekom härtere Vorgaben. Das Unternehmen muss nun innerhalb von drei Wochen seine Konditionen anpassen.

Marcel Petritz, 03.04.2017, 12:54 Uhr
Highspeed Anschluss© Silvano Rebai / Fotolia.com

Berlin - Nach der Entscheidung vom 1. September 2016 für den Einsatz der Vectoring-Technik der Telekom (www.telekom.de/dsl Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) im Nahbereich hat die Bundesnetzagentur die Bedingungen nun verschärft.

Änderung der Musterverträge

Mit der Entscheidung gibt die Bundesnetzagentur Vorgaben zur Änderung zahlreicher Regelungen in den Musterverträgen der Telekom. Dadurch sollen die technischen, betrieblichen und rechtlichen Details des Einsatzes von Vectoring im Nahbereich in Zukunft besser geregelt werden.

Finanzieller Ausgleich für Wettbewerber

Dazu gehören beispielsweise die Bedingungen für die Kündigung der für VDSL genutzten Teilnehmeranschlussleitung (TAL) an den Hauptverteilern sowie die Migration auf andere Vorleistungsprodukte. Auch der finanzielle Ausgleich für Wettbewerber, die keinen Zugang zur entbündelten TAL bekommen, müssen von dem Unternehmen überarbeitet werden. Die Telekom muss ihre Bestimmungen nun innerhalb von drei Wochen ändern und erneut zur Prüfung vorlegen.

Präsident der Bundesnetzagentur: Fairer Kompromiss

"Wir haben festgestellt, dass die von der Telekom vorgelegten Regelungen in einigen wichtigen Punkten einer Überarbeitung bedürfen. Die Änderungsvorgaben stellen einen fairen Kompromiss zwischen den unterschiedlichen Interessen der verschiedenen Marktakteure dar. Ich gehe davon aus, dass die Telekom unsere Vorgaben von sich aus schnell und vollständig umsetzen wird. Das liegt sowohl im Interesse eines zügigen Breitbandausbaus als auch der betroffenen Wettbewerber nach rascher Planungssicherheit", betont Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Vorherige Klagen abgewiesen

Die Telekom kann den TAL-Zugang in der unmittelbaren Umgebung ihrer Hauptverteiler verweigern, falls dort Anschlüsse mit der VDSL2-Vectoring-Technologie zum Einsatz kommen, muss dann jedoch den Wettbewerbern bestimmte Ersatzprodukte anbieten. Das Verwaltungsgericht Köln hat vor zwei Wochen Klagen von insgesamt 18 Wettbewerbsunternehmen abgewiesen und die Einführung der Vectoring-Technologie in den Nahbereichen als rechtmäßig angesehen.

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