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Telekom bringt DSL in 400 weitere Gemeinden

Der Breitbandausbau geht weiter, doch die Telekom kürzt die Investitionen um 100 Millionen Euro. Der Marktführer sieht auch die Wettbewerber in der Pflicht.

15.07.2009, 16:40 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Im Rahmen der Breitbandinitiative sollen bis 2018 alle deutschen Haushalte und Unternehmen mit zu 50 Megabit pro Sekunde im Internet surfen können. Das Vorhaben führt zu einer verstärkten Nachfrage der Kommunen, was die Telekom nach eigenen Angaben zu Einschnitten veranlasst.
Nachfrage gestiegen
"Wir können nicht alleine das Breitbandziel der Bundesregierung erfüllen", sagt Niek Jan van Damme, Vorstand T-Home, Sales & Service. Die Nachfrage sei im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen, sodass die Telekom nicht alle Anfragen annehmen könne und sich auch nicht an sämtlichen Ausschreibungen beteilige. Die Telekom sieht auch die Wettbewerber in der Pflicht, insbesondere aufgrund der Entscheidungen der Bundesnetzagentur zugunsten der anderen Provider. Hierzu dürften etwa die Entscheidung der Bundesnetzagentur zur Errichtung von Schaltverteilern und der Zugriff auf die Teilnehmeranschlussleitungen (TAL) auch an einem Schaltverteiler zählen.
Investitionen gekürzt
Die Telekom gibt an, aufgrund der Regulierungsentscheidungen und der wirtschaftlichen Entwicklung die Investitionen in den Breitbandausbau in diesem Jahr auf 200 Millionen Euro reduziert zu haben. Dies entspricht einem Rückgang von 100 Millionen Euro. Seit der DSL-Einführung 1999 hat die Telekom rund zehn Milliarden Euro in den Ausbau des Breitbandinfrastruktur investiert.
Trotz gesunkener Investitionen betont der magentafarbene Riese sein Engagement in der "Schließung der weißen Flecken". Im laufenden Jahr seien mit 400 DSL-Kooperationen bereits mehr als im gesamten vergangenen Jahr vereinbart worden. Rund 63.000 weitere Haushalte könnten dadurch an das Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen werden.

(Saskia Brintrup)

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