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Telekom: Breitband-Internet für 1.500 weiße Flecken

Die Telekom will bis Ende 2011 1.500 ländliche Gebiete mit schnellem Internet versorgen. Zum Einsatz kommen dabei neben DSL auch Mobilfunklösungen mit HSPA und LTE.

20.02.2011, 11:01 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Die Deutsche Telekom setzt Kurs auf die Gigabit-Gesellschaft – doch ländliche Gebiete sollen von der technologisch rasch fortschreitenden Entwicklung nicht abgeschnitten werden. Im vergangenen Jahr hat der Bonner Konzern sein selbst gestecktes Ziel erreicht und nach eigenen Angaben über 1.000 weiße Flecken, also ländliche Gebiete ohne Breitbandversorgung, mit schnellem Internet versorgt. "Im Technologie-Mix hat die Telekom bis Ende 2010 rund 95 Prozent der Haushalte mit einer Bandbreite von mindestens einem Megabit pro Sekunde (Mbit/s) versorgt", kommentiert Niek Jan van Damme, Deutschland-Chef der Telekom. In diesem Jahr soll es mit Hochdruck weitergehen.

DSL, HSPA oder LTE für ländliche Gebiete

Gleich 1.500 ländliche Gebiete sollen Breitband-Internetzugänge erhalten. "Wir werden auch 2011 weiterhin gezielt in ländliche Gebiete investieren", sagt van Damme. Dabei setzt der ehemalige Monopolist nicht nur auf DSL. "Wo der Ausbau über Festnetz zu teuer ist, prüfen wir Mobilfunk- und Richtfunklösungen, um den Bürgern über alternative Technologien schnelle Internetzugänge anbieten zu können", erläutert van Damme weiter. Zum Einsatz kommen dann die Mobilfunktechniken HSPA und Long Term Evolution (LTE). Im vergangenen Jahr seien viele Mobilfunkstandorte auf HSPA aufgerüstet worden, der Aufbau des LTE-Netzes habe begonnen.

Die Telekom startet den LTE-Regelbetrieb Anfang April. Bereits jetzt ist der Tarif in einigen Anschlussbereichen verfügbar. Zum monatlichen Preis von 39,95 Euro bietet die Telekom zunächst Datenraten von bis zu 3 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Download und bis zu 500 Kilobit pro Sekunde im Upload an. Zur Nutzung ist ein Telekom-Router Speedport LTE oder Speedport HSPA ab 129 Euro erforderlich. Eine Drosselung der Bandbreite auf 1 Mbit/s setzt bei einem monatlich genutzten Datenvolumen von mehr als 3 Gigabyte ein, in einem nächsten Schritt senkt die Telekom die Bandbreite auf 384 Kbit/s ab, wenn weitere 2 Gigabyte Daten heruntergeladen wurden.

Kooperationen mit Gemeinden wichtiger Bestandteil beim Breitbandausbau

Die Telekom weist darauf hin, dass sie nicht alleine in der Lage sei, 100 Prozent des Breitbandnetzes in den weißen Flecken auszubauen. Die Bundesnetzagentur müsse die Regulierung entsprechend investitionsfreundlich gestalten. Wichtig sind laut van Damme auch Vereinbarungen mit Gemeinden: Seit 2006 ist der Bonner Konzern fast 2.000 Breitband-Kooperationen eingegangen. Alleine im vergangenen Jahr hat die Telekom bundesweit 810 Kooperationen zur Breitbandversorgung geschlossen, insgesamt werden in diesem Rahmen zusätzlich 360.000 Anschlüsse mit Bandbreiten von bis zu 16 Mbit/s realisiert.

(Jörg Schamberg)

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