Netzausbau-Bilanz

Telekom beschleunigte 2018 Anschlüsse von 8,8 Millionen Haushalten

Die Telekom hat im Jahr 2018 sowohl die Zahl der VDSL- und Glasfaseranschlüsse erhöht als auch die LTE-Abdeckung gesteigert. Der FTTH-Ausbau gerät verstärkt in den Fokus, die Vorbereitungen für 5G laufen zudem auf Hochtouren.

Highspeed© Dominic Ziegler / Fotolia.com

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hat zum Jahresende Bilanz gezogen zum Ausbaujahr 2018. Wie der Bonner Konzern am Freitag mitteilte, seien in diesem Jahr die Internetanschlüsse von insgesamt 8,8 Millionen Haushalten beschleunigt worden. Das Unternehmen habe 2018 rund 60.000 Kilometer Glasfaser verlegt und Verteilerkästen sowie Mobilfunk-Standorte mit Glasfaser erschlossen.

Mindestens 100 Mbit/s für 26 Millionen Haushalte

Gegenüber 2017 (40.000 Kilometer) sei die Glasfaser-Ausbaumenge um 50 Prozent gestiegen. Das Glasfasernetz der Telekom komme inzwischen auf eine Gesamtlänge von 500.000 Kilometer. Für 26 Millionen Haushalte sei eine Surfgeschwindigkeit von 100 Mbit/s und mehr verfügbar. Im August war der Startschuss für Super-Vectoring im Telekomnetz gefallen: Seitdem lassen sich immer mehr Anschlüsse auf Download-Geschwindigkeiten von bis zu 250 Mbit/s beschleunigen.

"Zu viele reden in Deutschland nur über den Ausbau. Zu wenige tun wirklich etwas. Die Telekom hat Deutschland in den vergangenen zwölf Monaten wieder schneller gemacht. Darauf bin ich stolz", erklärt Telekom-Chef Tim Höttges. "Ich würde mir wünschen, dass im kommenden Jahr auch andere mehr für den Breitbandausbau machen. Wir brauchen mehr Kooperationen, schnellere Genehmigungsverfahren und mehr Mut beim Ausbau auch neue Wege zu gehen", so Höttges weiter.

In den vergangenen zwölf Monaten seien 23.000 Verteilerkästen aufgestellt, mit aktiver Technik ausgestattet und per Glasfaser ans Netz angebunden worden. Laut Rechnung der Telekom seien dies pro Stunde 2,6 Verteilerkästen. Insgesamt verfügt der Bonner Konzern bundesweit nun über 177.600 Verteilerkästen.

Abschluss des FTTC-Ausbaus bis Ende 2020 - danach verstärkter FTTH-Ausbau

Der VDSL-Ausbau per FTTC (Fiber to the Curb), also die Verlegung von Glasfaser bis zum Bordstein, soll bis Ende 2020 weitgehend abgeschlossen sein. Danach will die Telekom verstärkt auf reinen Glasfaserausbau setzen: Pro Jahr sollen bis zu zwei Millionen Haushalte per FTTH (Fiber to the Home) Glasfaseranschlüsse bis ins Haus erhalten. Um den Ausbau zu beschleunigen will der Internetanbieter in den kommenden Monaten verstärkt die zeit- und kostensparende Verlegemethode Trenching einsetzen. Das Ausbautempo lasse sich damit vervierfachen. Die Telekom setze zudem im Rahmen eines Pilotprojekts künstliche Intelligenz für eine optimierte Planung der Ausbaustrecken ein.

Die beiden größten, zusammenhängenden FTTH-Projekte in Deutschland hat der Bonner Konzern bereits in diesem Jahr gestartet. So erhalten rund 40.000 Haushalte im Landkreis Vorpommern-Rügen, sowie rund 50.000 Haushalte im Landkreis Bautzen FTTH-Glasfaseranschlüsse. Zudem seien bundesweit bereits 100 Gewerbegebiete mit Glasfaser ausgebaut worden. Bis Ende 2022 sollen 3.000 Gewerbegebiete in ganz Deutschland Glasfaseranschlüsse der Telekom erhalten.

Telekom errichtete 2018 rund 1.300 neue Mobilfunk-Standorte

Auch im Bereich Mobilfunk habe das Unternehmen den Netzausbau vorangetrieben. 2018 seien 1.300 neue Mobilfunk-Standorte gebaut worden. Damit erhöhte sich die Zahl der Standorte auf insgesamt 27.000. Nach Angaben der Telekom decke ihr Mobilfunk-Netz 99,8 Prozent der Bevölkerung sowie 97,6 Prozent der Fläche ab. Bei LTE liege die Bevölkerungsabdeckung bei 97,8 Prozent. Eine aktuelle Studie der P3 Group hatte der Telekom sowie den anderen Mobilfunknetzbetreibern Vodafone und Telefónica Deutschland aber Schwächen in der LTE-Flächenabdeckung bescheinigt. So komme die Telekom dabei nur auf rund 75 Prozent, die beiden anderen Anbieter auf eine noch geringere Abdeckung.

Vorbereitungen für 5G laufen

Die Telekom betont, dass über 80 Prozent ihrer Mobilfunk-Standorte bereits mit Glasfaser erschlossen und mit Single-RAN-Technik ausgestattet seien. Sie seien damit schon für den neuen Mobilfunkstandard 5G vorbereitet. In Berlin seien im Rahmen von 5G-Tests bereits Übertragungsraten von 2 Gbit/s erzielt worden, die Reaktionszeit liege bei 3 Millisekunden.

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Jörg Schamberg

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