Gigabit-Internet

Telekom beschleunigt ihr Kabelnetz auf 1 Gbit/s - Upload mit 200 Mbit/s

Bei der Telekom sind jetzt über das Kabelnetz Bandbreiten von bis zu 1 Gbit/s im Download und bis zu 200 Mbit/s im Upload nutzbar. Möglich wird dies durch die Anbindung an das Glasfasernetz der Telekom.

Jörg Schamberg, 23.08.2021, 09:51 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Die Deutsche Telekom verfügt nicht nur über DSL- VDSL-Anschlüsse sowie inzwischen 2,5 Millionen Glasfaseranschlüsse. Der Bonner Konzern betreibt auch ein eigenes Kabelnetz. Entsprechende Anschlüsse werden etwa über die Wohnungswirtschaft vermarktet. Am Montag teilte das Unternehmen mit, das Im Kabelnetz nun höhere Bandbreiten verfügbar sind. Möglich werde dies durch den Glasfaserausbau.

Telekom mit höchstem Upload unter den Kabelnetzbetreibern

Die Surfgeschwindigkeit über das Fernsehkabel erreiche im Download nun bis zu 1 Gbit/s, Uploads lassen sich mit bis zu 200 Mbit/s durchführen. Während Gigabit-Speed bei der Konkurrenz von Vodafone und PŸUR schon länger angeboten wird, prescht die Telekom mit einem Upload von bis zu 200 Mbit/s im Kabelnetz voran. Zum Vergleich: Bei Vodafone und PŸUR wird in den schnellsten Tarifen lediglich eine Upload-Bandbreite von bis zu 50 Mbit/s angeboten.

Kostenlose Upload-Verdoppelung für ausgewählte Bestandskunden

Gute Nachricht für Bestandskunden, die den bisherigen Tarif "Zuhause Kabel Surfen und Telefonieren XXL" mit 500 Mbit/s seit Oktober 2020 nutzen: Sie erhalten laut Telekom kostenlos eine Upload-Verdoppelung von 50 auf 100 Mbit/s. Wer seinen Telekom-Kabeltarif vor Oktober 2020 abgeschlossen hat, könne zum Ende der Mindestvertragslaufzeit wechseln.

Das TV-Kabelnetz werde direkt mit dem Glasfaser-Hauptanschluss verbunden. Nach Angaben der Telekom würden so die hohen Geschwindigkeiten des Glasfasernetzes ins Koaxialkabel-Netz gebracht. Dies sei ein Unterschied zu Hybridlösungen, bei denen die Hauszuführungsnetze nur aus Kupfer bestehen. Bei diesen würde erst ein Verteilerkasten in der Nähe des Hauses an das Glasfasernetz des jeweiligen Anbieters angebunden.

"Wir bei der Telekom versuchen den Kupferanteil auf der Netzebene 4 so klein wie möglich zu halten. Im Idealfall entschließt sich der Hauseigentümer direkt für FTTH, also Glasfaser 'pur', im Zuge der Modernisierung seiner Liegenschaften", erläutert Jean Pascal Roux, Leiter Wohnungswirtschaft und Breitbandausbau Geschäftskunden der Telekom. Der Glasfaser-Hausanschluss sei in den Ausbauregionen für den Hauseigentümer und den Mieter kostenlos.

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