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Telekom: Angebot an Mitarbeiter

Im Tarifstreit bietet die Telekom ihren Beschäftigten eine Kombination aus einer Einmalzahlung und einem Mitarbeiter-Aktionprogramm.

12.05.2006, 14:51 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Im Tarifstreit bei der Deutschen Telekom hat der Bonner Konzern erstmals ein Angebot vorgelegt. Bei der fünften Verhandlungsrunde um einen neuen Tarifvertrag für die rund 110.000 Mitarbeiter ihrer Festnetzsparte bot die Telekom eine Kombination aus einer Einmalzahlung und einem Mitarbeiter-Aktienprogramm an.
Wie der Konzern in Bonn erläuterte, sollen die Arbeitnehmer einmalig 730 Euro bekommen; Auszubildende, Beamte und Mitarbeiter der Telekom-Beschäftigungsgesellschaft Vivento sollen hier leer ausgehen. Allen Mitarbeitern will das Konzernmanagement in diesem und dem kommenden Jahr Aktien im Wert von insgesamt 270 Euro zukommen lassen. Damit werde die maximale steuerfreie Zuwendung in Höhe von 135 Euro pro Jahr ausgeschöpft, hieß es.
Dieses Angebot im Gesamtwert von 1000 Euro je Arbeitnehmer entspreche der wirtschaftlichen Situation der Deutschen Telekom im Bereich Breitband/Festnetz, erklärte das Unternehmen. Die Forderung der Gewerkschaft Verdi nach sechs Prozent mehr Lohn wies Telekom-Personalvorstand Heinz Klinkhammer erneut als realitätsfern zurück.
Forderungen zurückgewiesen
So machten die Geschäftszahlen des ersten Quartals deutlich, "dass T-Com weiterhin bei einem starken Wettbewerbsdruck mit Umsatzrückgang zu kämpfen hat". Der Umsatz pro Mitarbeiter sei im vergangenen Jahr zurückgegangen. "Dieser Entwicklung muss mit einer realistischen Tarifrunde Rechnung getragen werden", erklärte Klinkhammer. Andernfalls würde sich die Krise der Festnetzsparte verschärfen.

(Hayo Lücke)

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