Netzausbau

Telekom: 5G für 80 Prozent der Bevölkerung - FTTH in 600 Kommunen bis 2024

Die Deutsche Telekom treibt den Ausbau ihrer 5G- und LTE-Netze sowie den FTTH-Glasfaserausbau voran. Der Bonner Konzern gab Details zum aktuellen Status sowie zu den geplanten Ausbauzielen bekannt.

Jörg Schamberg, 25.03.2021, 12:42 Uhr
5G Antennen© tanaonte / Adobe Stock

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will den Ausbau ihres 5G-Netzes beschleunigen. Aktuell habe man das Zwischenziel erreicht: Der Mobilfunkstandard 5G stehe für über 80 Prozent der Bevölkerung in Deutschland zur Verfügung. Wie die Telekom am Donnerstag mitteilte, seien bundesweit bereits mehr als 50.000 Antennen mit 5G in Betrieb.

5G für 90 Prozent der Bevölkerung bis Ende 2021

Das Ausbauziel für 2021 sei zudem angehoben worden. Bis Ende 2021 sollen 90 Prozent der Menschen in Deutschland mit 5G versorgt sein. Ende März 2021 stand 5G für mehr als 66 Millionen Menschen in Deutschland bereit. 5G sei in rund 5.000 Städten und Gemeinden nutzbar.

Gigabit-Speed per 5G für mehr Städte

Die Telekom nutze zwei Frequenzbänder für 5G. Insbesondere für ländliche Gebiete komme die 2,1 Gigahertz (GHz)-Frequenz zum Einsatz. Für die Abdeckung kleinerer Gebiete funke 5G per 3,6 GHz-Frequenz. Über diese Frequenz sind maximale Geschwindigkeiten von 1 Gbit/s möglich. Angeboten werde 5G auf diesem Band nun in über 30 deutschen Städten. Neu hinzugekommen seien etwa Standorte im Rhein-Ruhr-Raum wie etwa Bochum. 5G gebe es außerdem nun beispielsweise in Emden, Ingolstadt und Dresden. "Wir haben angekündigt und wir haben geliefert – schneller als geplant", so Telekom Deutschland-Vorstand Srini Gopalan.

98,7 Prozent der Bevölkerung mit LTE versorgt

Aber auch der LTE-Ausbau gehe weiter. In den vergangenen Wochen seien bundesweit über 2.500 Antennen modernisiert worden, so dass sich Bandbreiten von bis zu 300 Mbit/s nutzen lassen. 98,7 Prozent der Bevölkerung werde mit LTE versorgt.

FTTH für 600 Kommunen bis 2024

Die Telekom machte auch Details zum Glasfaserausbau. Das Glasfasernetz der Telekom umfasse nun eine Länge von 600.000 Kilometern. Es sei das größte Glasfasernetz Europas. Bis 2024 will der Bonner Konzern in über 600 Kommunen FTTH eigenwirtschaftlich ausbauen. Dann sollen zehn Millionen Haushalte bei Bedarf auf FTTH-Anschlüsse zugreifen können. Danach sollen pro Jahr weitere 2,5 Millionen FTTH-Haushalte hinzukommen. Bis 2030 sollen alle deutschen Haushalte direkte Glasfaseranschlüsse nutzen können. Dieses Ziel sei aber nur gemeinsam mit anderen Unternehmen erreichbar. "FTTH ist der Schlüssel für den nächsten Digitalisierungsschub. Dafür haben wir unsere Prozesse optimiert"“, sagt Telekom-Deutschlandchef Gopalan.

Die Telekom profitiere von den Investitionen in Glasfaser in den vergangenen Jahren. Durch FTTC sei Glasfaser nahe an die Gebäude verlegt worden. Zudem verfüge die Telekom über "viele loyale Kunden, die immer höhere Bandbreiten wünschen". Die Telekom erhoffe sich von der Politik Ausbauerleichterungen und schnellere Genehmigungen.

In der deutschen Hauptstadt Berlin sollen bis Ende 2027 eine Million Haushalte auf Glasfaseranschlüsse der Telekom mit bis zu 1 Gbit/s zugreifen können. Bis Ende 2025 sollen die ersten 600.000 Haushalte in Berlin direkt mit Glasfaser versorgt werden.

Glasfaserausbau: Kooperationen mit Wettbewerbern

Der Bonner Konzern betont die Bedeutung von Kooperationen beim Glasfaserausbau. So gebe es eine Zusammenarbeit mit Wettbewerbern wie Telefónica Deutschland, Vodafone und 1&1 Versatel. Telekom-Technikchef Walter Goldenits betont: "Was uns beim Ausbau zusätzlich hilft, sind zum einen schnellere Genehmigungen. Zum anderen würde die Akzeptanz von alternativen Verlegemethoden jenseits des Tiefbaus vieles vereinfachen und beschleunigen."

Kosten- und Zeitersparnis durch alternative Verlegemethoden

Er verweist auf die unterschiedlichen Kosten je nach Verlegemethode. Im Tiefbau koste der Meter in Deutschland durchschnittlich 85 Euro, beim Verlegen in geringer Tiefe wie beim Trenching-Verfahren sind es dagegen nur rund 65 Euro. Bei der Nutzung oberirdischer Leitung entstehen pro Meter lediglich Kosten von rund zehn Euro. "Gleichzeitig bauen wir mit diesen alternativen Methoden mindestens drei Mal schneller aus als mit klassischen Methoden", so Goldenits weiter. "Ins Gigabit-Zeitalter kommen wir nicht mit Trippelschritten und auch nicht mit einem 'das haben wir schon immer so gemacht'. Es gibt Lösungen, und diese würden wir sehr gerne nutzen dürfen", fordert Goldenits.

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