Geringe Latenzen

Telekom: 5G bringt Schub für Cloud-Gaming

Dank Cloud-Gaming brauchen Spieler keine starke Konsole oder leistungsfähigen PC mehr: Die Rechenleistung erfolgt im Netz, erforderlich ist eine stabile Internetverbindung mit geringer Latenz. Dies bietet laut der Telekom etwa 5G.

Jörg Schamberg, 10.08.2021, 11:03 Uhr
Telekom MagentaGamingMagentaGaming: Spiele aus der Cloud auf Fernseher & Co. streamen.© Deutsche Telekom

Wer aktuelle Videogames spielen möchte, war seit Jahrzehnten vor allem auf eine möglichst starke Konsole oder einen PC mit guter Grafikkarte angewiesen. Doch Online-Gaming und somit das Spielen aus der Cloud ist auf dem Vormarsch. Anbieter von Cloud-Gaming wie etwa die Deutsche Telekom mit MagentaGaming stellen die erforderliche Computerleistung wie Prozessoren und Grafikkarten in das Netz. Spieler selbst benötigen vor Ort nur noch einen Monitor und eine gute Internetverbindung, aber keine leistungsfähige Hardware mehr. Laut Dominik Lauf, Program Lead für MagentaGaming bei der Telekom, eigne sich etwa besonders 5G für das Cloud Gaming.

Möglichst geringe Latenzzeiten wichtig

Jedes Smartphone könne quasi zur tragbaren PlayStation werden, erklärt Lauf in einem Interview des firmeneigenen Telekom-Blogs. MagentaGaming streame Spiele aus der Cloud. Das funktioniere ähnlich wie bei Videostreaming-Diensten, die Videoinhalte wie Serien und Filme streamen. Benötigt werde lediglich die MagentaGaming-App für Windows, Mac, Android, AndroidTV, FireOS oder den MagentaTV-Stick. Die Spiele lassen sich dann auf dem Fernseher, dem Smartphone, einem Tablet & Co. spielen.

Von großer Bedeutung beim Online-Gaming ist nach Angaben des Gaming-Experten der Telekom eine möglichst niedrige Latenzzeit und eine stabile Verbindung. "Wenn man das mit Netflix, mit Video, vergleicht, sind die Datenraten im Gaming höher. Und vor allem muss alles live stattfinden, das Netz muss wirklich stabil sein. Beim Online Gaming zählt jede Millisekunde, die entscheidend für Gewinnen oder Verlieren ist", erklärt Lauf.

Telekom-Rechner sollen möglichst nah an Kunden sein

Die Telekom-Rechner für MagentaGaming seien überall in Deutschland dezentral platziert. "Circa 100 Kilometer Entfernung vom Kunden bis zum Datencenter machen grob geschätzt eineinhalb Millisekunden Latenz aus. Das heißt also, wir schauen, dass wir möglichst nahe an den Kunden herankommen", so Telekom-Experte Lauf.

Spielen in Echtzeit werde mit 5G durch die sehr geringen Latenzen möglich. "Stabilität und Bandbreite spielen einfach eine Wahnsinnsrolle", so der Telekom-Spielechef. Für starke Grafik würden meist schon Bandbreiten von 10 bis 20 Mbit/s ausreichen, die Geschwindigkeit müsse aber vor allem stabil sein. Dafür sei 5G geeignet.

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