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"Telegraph": iPhone-SIM-Karte ist vom Tisch

Dass die Wellen so hochschlagen würden, hat der Apfelkonzern offenbar unterschätzt. Und ruderte volle Kraft zurück: Die Multi-SIM-Karte für das iPhone soll es Medienberichten zufolge nun doch nicht geben. Jetzt ist das iPad im Gespräch.

22.11.2010, 17:16 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Im Internet kursierten Gerüchte, Apple wolle sein nächstes iPhone mit einer SIM-Karte ausrüsten. Damit nähme der Konzern den Anbietern praktisch den Suppenlöffel aus der Hand. Schließlich subventionieren sie das hochpreisige Smartphone, um an den Verträgen zu verdienen.

Apple "nach Hause geschickt"

Doch jetzt ist die Idee offenbar vorerst vom Tisch. Die Multi-SIM-Karte für das iPhone soll es nun doch nicht geben, berichtet die britische Tageszeitung "Telegraph".

Schon länger versuche Apple, die Provider aus dem Geschäft zu drängen, so die nicht näher bezeichnete Quelle des "Telegraph" aus Mobilfunkkreisen. Aber diesmal hätten die europäischen Provider den IT-Giganten aus Cupertino noch einmal "mit eingezogenem Schwanz nach Hause geschickt". Sie hatten gedroht, ein iPhone mit integrierter Karte nicht mehr zu subventionieren.

Neues iPad schon zu Weihnachten?

Die SIM-Karte, so die Apple-Idee, sollte im Smartphone fest installiert sein und über die Webseite aktiviert werden, berichtet "Financial Times Deutschland". Die Nutzer hätten ihren Mobilfunk-Anbieter frei wählen können. Die Karten selbst sollten Medienberichten zufolge aus dem Hause des niederländischen Herstellers Gemalto kommen.

Offenbar ist die Idee fürs iPhone nun fürs Erste begraben – nicht jedoch für das iPad. Bereits zum Weihnachtsgeschäft oder Anfang 2011 sei ein iPad mit integrierter SIM geplant, so die "Telegraph"-Quelle. Hier hat Apple freie Hand, denn im Unterschied zum iPhone wird das iPad nicht von Providern querfinanziert.

(Dorothee Monreal)

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