Umstrittener Vorschlag

Telefonierverbot im Nahverkehr wegen Corona: Kommunalverbände dagegen

Sollen Fahrgäste in Bussen und Bahnen des Nahverkehrs während der Corona-Pandemie nicht mehr telefonieren dürfen? Die Kommunen stellen sich gegen den Vorschlag der Verkehrsunternehmen.

Jörg Schamberg, 25.01.2021, 09:07 Uhr (Quelle: DPA)
BushaltestelleDer Verband der Verkehrsunternehmen hatte wegen der Corona-Pandemie ein Telefonierverbot im ÖPNV vorgeschlagen.© Petair / Fotolia.com

Die Kommunalverbände haben sich gegen ein Telefonierverbot im öffentlichen Nahverkehr zur Eindämmung der Corona-Pandemie ausgesprochen, wie es der Verband der Verkehrsunternehmen vorgeschlagen hatte. "Ein gelegentlicher Austausch, zum Beispiel wenn Freunde gemeinsam in der Bahn sitzen, ist kein Vorgang, den man in diesen ohnehin schweren Zeiten auch noch verbieten sollte", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstag).

Telefonierverbot nur schwer kontrollierbar

Außerdem sei die Durchsetzung eines solchen Verbots weder umsetzbar noch kontrollierbar. Auch der Deutsche Städtetag kritisierte das als "lebensfremd".

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hatte seinen Vorschlag damit begründet, dass manche Fahrgäste zum Telefonieren den Mund-Nasen-Schutz herunterziehen. In Spanien gibt es ein solches Verbot bereits.

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