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Telefonieren mit dem Handy ohne Nervfaktor

Zum "Tag gegen Lärm" hat das Informationszentrum Mobilfunk Tipps zum rücksichtsvollen Telefonieren zusammengestellt. Manch böser Blick kann dem Mobiltelefonierer so erspart bleiben.

29.04.2009, 00:01 Uhr
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Das Handy klingelt: im Bus oder der Bahn. Geantwortet wird meist so, als ob der Gesprächspartner am anderen Ende schwerhörig ist. Die anderen Fahrgäste, die jedes gesprochene Wort erzwungenermaßen mitbekommen, sind über solche rücksichtslosen Zeitgenossen in der Regel nicht sonderlich erfreut. Das es auch anders geht, darauf will das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) anlässlich des "Tag gegen Lärm" mit einigen Tipps zum rücksichtsvollen Telefonieren hinweisen.
Handytelefonierer machen Lärm
Denn nur wer andere möglichst wenig stört, zeigt laut IZMF beim Telefonieren mit dem Handy Stil. Störende Umgebungsgeräusche werden vom Menschen als Lärm wahrgenommen. Das Wohlbefinden und letztendlich auch die Gesundheit können dadurch beeinträchtigt werden. Durch das Beherzigen von einigen einfache Regeln lässt sich die Lärmbelästigung von Mitmenschen aber deutlich reduzieren.
Das Mobiltelefon sollte häufiger einfach mal abgeschaltet werden. Viele Handynutzer unterwerfen sich freiwillig dem Irrglauben, dass jeder immer erreichbar sein müsse. Zwangsweise erlebten erst kürzlich Millionen T-Mobile Kunden angesichts eines bundesweiten Netzausfalles fast einen Kulturschock. Doch gerade im Kino, bei Konzerten oder im Theater sollte das Handy auf jeden Fall ausgeschaltet werden.
Respektieren von Handyfreien Zonen
Es sollte sich von selbst verstehen, dass in mit Schildern markierten "Handyfreien Zonen" - etwa in Krankenhäusern oder Flugzeugen - das Mobiltelefon ausgeschaltet bleibt. Die Technik ist inzwischen allerdings soweit fortgeschritten, dass sensible medizinische Geräte oder Flugzeuge nicht mehr von Handys gestört werden kann. Immer häufiger wird daher das mobile Telefonieren selbst in Krankenhäusern erlaubt oder die Handynutzung während des Fluges gestattet.
Im Berufsalltag sollte ebenfalls eine gewisse Sorgfalt beim Umgang mit dem Handy an den Tag gelegt werden. Wichtige Meetings sollten möglich nicht durch nervende Handy-Klingeltöne gestört werden. Ist man auf die Erreichbarkeit angewiesen, so sollten die Anwesenden bereits vorab informiert werden, dass ein wichtiger Anruf erwartet wird. Gänzlich unangebracht ist es, ein Handy in einem Restaurant zu nutzen. Ein Telefonat sollte nicht am Tisch entgegengenommen werden, ein notwendiges Gespräch möglichst vor der Tür geführt werden.
Vibrationsalarm als Alternative zu lauten Klingeltönen
Empfehlenswert ist grundsätzlich die Lautstärke des Klingeltons nicht zu laut einzustellen. Praktischer und schonender für die Umgebung ist die Nutzung des Vibrationsalarms. Wer es in Bus oder Bahn nicht vermeiden kann ein Gespräch anzunehmen, sollte dann wenigstens möglichst leise sprechen oder dem Gesprächspartner vorschlagen zu einem späteren Zeitpunkt zurückzurufen.

(Jörg Schamberg)

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  • terror Zuletzt kommentiert von MadDog am 29.04.2009 um 15:55 Uhr
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