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Telefónica will bei Netzqualität mit Telekom und Vodafone gleichziehen

Telefónica Deutschland-Chef Thorsten Dirks sieht das Unternehmen nach der Fusion mit E-Plus gut gerüstet. Gegenüber dem "Handelsblatt" erklärte Dirks, dass Telefónica bis 2017 bei der Netzqualität auf Augenhöhe mit der Telekom und Vodafone sein will.

15.12.2014, 17:18 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

In den vergangenen Monaten fand sich der in München ansässige Mobilfunknetzbetreiber Telefónica Deutschland bei den Netztests der Zeitschriften "Chip" und "Connect" weiterhin abgeschlagen hinter der Deutschen Telekom und Vodafone. Doch das Unternehmen will die Netzqualität verbessern. Zumindest hat sich Telefónica Deutschland-Chef Thorsten Dierks nach der im Oktober abgeschlossenen Übernahme von E-Plus laut "Handelsblatt" das Ziel gesetzt, bis spätestens 2017 mit der Telekom und Vodafone hinsichtlich der Qualität des Netzes gleichziehen zu können. Schon im kommenden Jahr soll es Verbesserungen für die Kunden geben.

In zwei Jahren auf "Augenhöhe mit dem Wettbewerb"

"Wir werden im ersten Halbjahr kommenden Jahres unseren Kunden erste Vorteile aus der Netzfusion zeigen können", erläuterte Dirks gegenüber dem "Handelsblatt". "Wir werden sehr schnell aufholen, was das Netz angeht. In den nächsten zwei Jahren möchten wir auf Augenhöhe mit dem Wettbewerb sein", zeigt sich der Chef von Telefónica Deutschland optimistisch.

Allerdings wird das fusionierte Unternehmen dann mehr in den Netzausbau, insbesondere auch in die LTE-Technologie, investieren müssen als bislang. Doch das Unternehmen sieht sich jetzt gut gerüstet, die kürzlich vollzogene Fusion von E-Plus und Telefónica ermögliche nun die Aufholjagd. Geplant sei auch eine flexiblere Gestaltung des Angebots. Statt Komplettpakete in den Fokus zu rücken, die Mobilfunk, Festnetz, Internet und TV in einem Paket bündeln, setzt Dirks auf eine andere Strategie. "Dem Kunden in Deutschland ist Flexibilität wichtig, er will einzelne Produkte auswählen und kombinieren", so der vor der Fusion als E-Plus-Chef tätige Manager. "Was am Ende zum Erfolg führt, werden wir sehen", so Dirks.

(Jörg Schamberg)

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