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Telefónica wildert in der Chefetage von o2

Nachdem im Sommer der Chef von o2 Germany seinen Hut nehmen musste, wird im Februar der Europachef von o2, Peter Erskine, seinen Top-Manager-Posten verlieren.

30.11.2007, 09:01 Uhr
o2© Telefónica

Was es bedeutet, beim Mobilfunker o2 den Job zu verlieren, davon kann Rudolf Gröger ein Liedchen singen. Schließlich verlor Gröger im Sommer den Chefposten bei o2 Germany. Der überraschende Abschied wurde wohl auch vollzogen, weil sich die Geschäftszahlen nicht so entwickelten, wie es sich die o2-Mutter Telefónica vorstellte. Jetzt hat der spanische Telekommunikationskonzern erneut die Keule geschwungen. Das nächste prominente Opfer ist der Top-Manager Peter Erskine, der bisher das europäische o2-Geschäft leitete.
Ein Manager ohne operative Befugnisse
Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, wird sich Erskine ab Februar 2008 aus dem operativen Geschäft bei o2 zurückziehen. An die Spitze von o2 werde ein Mann aus den Reihen der Telefónica gesetzt. Matthew Key, bisher bei Telefónica für das britische Geschäft zuständig, soll künftig die Geschäfte der Mobilfunk-Tochter leiten.
Erskine soll weiter im Führungsgremium von Telefónica arbeiten. Operative Verantwortungen werden ihm aber entzogen. Der Abschied des Briten, der seit 2001 an der Spitze des o2-Konzerns steht, kommt überraschend. In der Branche galt er als rechte Hand von Telefónica-Chef Cesar Alierta.
Gröger setzt auf Handy-Fernsehen
Unterdessen gibt es auch Neuigkeiten von Rudolf Gröger. Der 53-Jährige wurde am Donnerstag als Präsident von Mobile 3.0 vorgestellt. Mobile 3.0 ist ein Joint Venture von Mobiles Fernsehen Deutschland und Neva Media. Ziel des Plattformanbieters ist die zügige Markteinführung von Mobile TV über DVB-H. Im Oktober 2007 wurde Mobile 3.0 die Empfehlung der Gesamtkonferenz der Landesmedienanstalten für den Erhalt der DVB-H Sendelizenzen in Aussicht gestellt. Mobile 3.0 setzte sich gegen die Mobilfunk-Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone und o2 durch.

(Hayo Lücke)

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