Datennutzung

Telefónica: O2-Netz überträgt eine Milliarde Gigabyte in sechs Monaten

Durch das mobile Streaming und den anhaltenden Netzausbau haben die rund 44 Millionen Kunden des Unternehmens einen neuen Rekord bei der Datennutzung aufgestellt. Noch nie wurden so viele Daten wie im ersten Halbjahr 2021 im O2-Netz übertragen.

Christoph Liedtke, 05.07.2021, 09:19 Uhr (Quelle: DPA)
o2 Telefonica© o2 Telefonica

Der Datenverbrauch deutscher Handynutzer wird immer größer. Das Telekommunikations-Unternehmen Telefónica Deutschland teilte am Montag mit, dass die rund 44 Millionen Kunden des Unternehmens im ersten Halbjahr 2021 rund eine Milliarde Gigabyte (oder auch ein Exabyte) an Datenvolumen über das O2-Netz transportiert haben. Das waren etwa 50 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (662 Millionen Gigabyte). In den Jahren davor war das prozentuale Wachstum ähnlich stark.

Mobiles Streaming und voranschreitender Netzausbau für Daten-Rekordwerte verantwortlich

Hauptgrund für den Anstieg: Immer mehr Menschen nutzen auf dem Smartphone Video- oder Musikstreaming, auch wenn sie nicht im heimischen WLAN sind. "Unsere Kunden buchen immer größere Datenpakete, um ihre digitalen Anwendungen unterwegs zu nutzen", sagte Telefónica-Deutschlandchef Markus Haas. Der neue Mobilfunkstandard 5G werde das Datenwachstum weiter beflügeln.

Die 5. Mobilfunkgeneration (kurz: 5G) ermöglicht deutlich schnellere Downloads für eine ruckelfreie Übertragung auch an Orten mit viel Publikum - dadurch wird das Handynutzen für Verbraucher komfortabler. Neue 5G-Anwendungen - etwa aus dem Bereich Virtual Reality - haben zudem einen hohen Datenbedarf.

Die um rund 50 bis 60 Prozent pro Jahr wachsende Datennutzung sorgt jeden Monat für neue Rekordwerte. Ein nicht unerheblicher Faktor dabei ist auch der Netzausbau mit LTE und 5G. Das Unternehmen teilte mit, dass aktuell 2.000 5G-Antennen in rund 80 Städten mit 3,6-GHz-Frequenzen funken. Bis zum Jahresende soll das O2-Netz über 30 Prozent der deutschen Bevölkerung mit 5G versorgen können. Bis 2025 will Telefónica Deutschland komplett mit 5G erschlossen haben.

Vodafone und Telekom verkünden auch starke Daten-Zuwächse

Konkurrent Vodafone meldete 662 Millionen (0,662 Milliarden) Gigabyte, die im ersten Halbjahr durch sein Mobilfunknetz gerauscht seien. Das waren rund 30 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Deutsche Telekom machte keine Zahlenangaben, sprach aber mit Blick auf das Datenvolumen im ersten Halbjahr von einer "deutlichen Steigerung".

Deutsche telefonieren noch länger als im Vorjahr

Beim Telefonieren wiederum setzte sich ein anderer Trend fort: Im Vodafone-Mobilfunknetz dauerte ein Anruf 3 Minuten und 31 Sekunden, das waren 8 Sekunden mehr als im ersten Halbjahr 2020. Vor der Coronapandemie waren die Handytelefonate deutlich kürzer, 2019 dauerten sie bei Vodafone im Schnitt nur 2 Minuten und 45 Sekunden.

Auch die Mobilfunk-Kunden von Telefónica mit der Marke O2 telefonierten länger: Im ersten Halbjahr 2019 dauerte ein Handyanruf im Schnitt 2 Minuten und 29 Sekunden, ein Jahr später schoss dieser Wert wegen der beschränkten Ausgeh- und Kontaktmöglichkeiten in Pandemiezeiten auf 2 Minuten und 55 Sekunden hoch. Im ersten Halbjahr 2021 betrug die Dauer eines O2-Anrufs im Schnitt 3 Minuten und eine Sekunde.

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