News

Telefónica fällt im DSL-Geschäft zurück

Die Zahl der DSL-Kunden ging im vierten Quartal um 15.000 zurück. Gleichzeitig kletterte allerdings die Zahl der Mobilfunk-Kunden.

24.02.2012, 13:26 Uhr
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

Das Neukundengeschäft im lukrativen Weihnachtsquartal ist bei Telefónica Deutschland ein weiteres Mal vorbeigelaufen. Insbesondere bei der Vermarktung von DSL-Anschlüssen hat der Konzern keinen Fuß auf den Boden bekommen und musste wie im dritten Quartal 2011 einen Rückgang des Kundenbestands wegstecken. Besser lief es im Mobilfunk-Geschäft.

IPTV stagniert

Die Zahl der Festnetz-Internetkunden ging zwischen Oktober und November um 26.000 auf 2,92 Millionen zurück. Während der Verlust von 12.000 Schmalbandkunden auf insgesamt 335.000 zu verschmerzen ist, dürfte der Verlust von 15.000 DSL-Kunden schon eher weh tun. Zum Jahresende waren bei Telefonica nur noch knapp 2,59 Millionen Breitband-Anschlüsse der Marken o2 und Alice geschaltet. Da kann auch die Tatsache wenig trösten, dass der DSL-Kundenbestand im Jahresvergleich um 59.000 zulegte - die Grundtendenz zeigt klar nach unten. Und auch das TV-Segment stagniert. Nach wie vor verzeichnet Telefonica nur 83.000 IPTV-Kunden.

Bei der Festnetz-Telefonie sieht es etwas besser aus. Im abgeschlossenen Quartal legte die Kundenzahl in diesem Segment um 12.000 zu, im Jahresverlauf waren es sogar 139.000 neue Telefonie-Kunden. Ähnlich positiv ist die Entwicklung im Mobilfunk-Geschäft. Zwischen Oktober und Dezember konnte Telefónica 234.000 neue SIM-Karten freischalten, im gesamten Jahr waren es 1,33 Millionen. Das vierte Quartal brachte aber auch Erstaunliches zum Vorschein: während die Vertragskundenzahl um 270.000 auf knapp 9,24 Millionen anstieg, ging die Zahl der Prepaid-Kunden überraschend um 37.000 auf 9,14 Millionen zurück.

Mehr als 5 Milliarden Euro Umsatz im vergangenen Jahr

Finanziell lief das vierte Quartal solide. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Prozent auf 1,33 Milliarden Euro. Davon steuerte die Mobilfunk-Sparte inklusive Handy-Verkäufen 972,6 Millionen Euro bei. Das operative Ergebnis kletterte um zwölf Prozent auf 347,3 Millionen Euro. Im Gesamtjahr setzte Telefónica hierzulande 5,04 Milliarden Euro um und konnte erstmals in der Konzerngeschichte die 5-Millionen-Schwelle übertreffen. Der operative Gewinn betrug 1,22 Milliarden Euro und wäre ohne regulatorische Einflüsse wie die Absenkung der Terminierungsentgelte noch höher ausgefallen.

(Hayo Lücke)

Kommentieren Forum
Zum Seitenanfang