Mehr Mobilfunkvertragskunden

Telefónica Deutschland: Weiterer Rückgang bei Breitbandanschlüssen

Telefónica Deutschland hat die Zahlen für das erste Quartal vorgelegt. Zwar legte die Zahl der Mobilfunkanschlüsse zu, im Festnetz ging es aber weiter abwärts. Umsatz und Erlös sanken. Experten hatten ein besseres Ergebnis erwartet.

Jörg Schamberg, 05.05.2017, 09:58 Uhr (Quelle: DPA)
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München - Der Telekomkonzern Telefonica Deutschland (www.o2.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) startet schwächer ins Jahr als von Experten gedacht. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Oibda) blieb im ersten Quartal stabil bei 401 Millionen Euro, wie das TecDax-Schwergewicht am Freitag in München mitteilte. Das war weniger als vom Unternehmen befragte Analysten zuvor im Schnitt erwartet hatten. Beim Umsatz musste der O2-Netzbetreiber weiter deutliche Rückgänge einstecken, der Erlös fiel im ersten Quartal um insgesamt 4,7 Prozent auf 1,77 Milliarden Euro.

Geringere Umsätze mit mobilen Geräten

Dies lag unter anderem an geringeren Umsätzen im Festnetz und mit Handys und Tablets, aber auch am Wettbewerb im Kerngeschäft mit dem Mobilfunkservice. Zudem kosteten den Konzern gesenkte Roaming- und Durchleitungsentgelte im Vorjahresvergleich rund 35 Millionen Euro Umsatz - ohne diese Regulierungseffekte hätte das Minus im Kerngeschäft 0,6 Prozent betragen, hieß es.

Telefónica legt bei Mobilfunk-Vertragskunden zu, schwächelt bei Breitband

Zum Ende des Quartals kam Telefónica Deutschland auf insgesamt 49,5 Millionen Kundenanschlüsse. Die Zahl der Mobilfunkkunden stieg bis zum Ende März um 355.000 auf 44,7 Millionen. Darunter waren 172.000 neue Vertragskunden. Der durchschnittliche monatliche Datenverbrauch von Mobilkunden erreichte zum Ende des ersten Quartals 1,8 GB. Rund 14 Millionen Kunden würden bereits einen LTE-Tarif nutzen.

Die Zahl der Breitbandanschlüsse sank in den ersten drei Monaten des Jahres um rund 9.000 auf 2,09 Millionen. Davon waren 872.000 VDSL-Anschlüsse. Das ist ein Plus an Highspeed-Anschlüssen von 66.000 gegenüber dem vorangegangenen Quartal. Die Umsatzerlöse aus Festnetz und DSL gingen im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,9 Prozent auf 223 Millionen Euro zurück.

Verlust von 99 Millionen Euro

Unter dem Strich stand wegen der Fusionskosten der milliardenschweren E-Plus-Übernahme ein Verlust von 99 Millionen Euro. Vor einem Jahr hatte Telefonica Deutschland 170 Millionen Euro Minus gemacht. Telefónica Deutschland-Chef Markus Haas kommentierte die Quartalszahlen positiv: "Das erste Quartal ist voll nach Plan verlaufen“. Die Prognosen bestätigte das Unternehmen.

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