Quartalszahlen

Telefónica Deutschland: Steigender Datenverbrauch und mehr Breitbandkunden

Telefónica Deutschland hat die Zahlen für das erste Quartal 2020 vorgelegt. Die Corona-Krise habe das Geschäft kaum beeinträchtigt. Die Zahl der Breitbandkunden legte zu, die Zahl der Mobilfunkanschlüsse ging unter dem Strich zurück.

Jörg Schamberg, 06.05.2020, 09:40 Uhr (Quelle: DPA)
Telefónica Germany Zentrale München© Telefónica Germany GmbH & Co. OHG

Dem Mobilfunkbetreiber TelefónicaDeutschland (O2) ist im ersten Quartal der zunehmende Datenhunger seiner Mobilfunkkunden zugute gekommen. Bis Ende März sei die mobile Datennutzung im Vergleich zum Vorjahresquartal um 63 Prozent auf 314.000 Terabyte angestiegen, teilte das MDax -Unternehmen am Mittwoch in München mit. Bei den Kunden habe es somit die Tendenz gegeben, auf Tarife mit höherem Datenvolumen umzusatteln, wodurch der Umsatz mit Mobilfunkdienstleistungen im Vorjahresvergleich unerwartet stark um 2,4 Prozent anzog. Daneben kamen von Januar bis März 227.000 neue Vertragskunden hinzu. Die Aktie legte vorbörslich leicht zu.

Weniger Mobilfunkanschlüsse, mehr Vertragskunden

Ende März 2020 kam Telefónica Deutschland auf 43,647 Millionen Mobilfunkanschlüsse, das sind 180.000 weniger im Vergleich zum vorangegangenen Quartal. Davon entfielen 22,727 Millionen auf Vertragskunden - ein Plus von 188.000 gegenüber dem vierten Quartal 2019. 19,689 Millionen der Anschlüsse waren Prepaid-Anschlüsse. Der Anteil der lukrativen Anschlüsse mit Mobilfunkvertrag an allen Anschlüssen stieg auf 52,1 Prozent.

Telefónica Deutschland gewinnt mehr Breitbandkunden

In den ersten drei Monaten des Jahres 2020 verzeichnete Telefónica Deutschland ein Wachstum bei Breitbandanschlüssen. Zum Ende des ersten Quartals Ende März zählte das Münchener Unternehmen 2,325 Millionen Internet- und Datenanschlüsse (+ 23.000), darunter 2,232 Millionen Breitbandanschlüsse. Zum Stichtag 31. März 2020 kam Telefónica Deutschland auf 1,688 Millionen VDSL-Anschlüsse, das sind 36.000 mehr als im Vorquartal und 181.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Weniger Verlust

Auch im Festnetz- sowie im Hardware-Geschäft wuchs die Tochter der spanischen TelefónicaSA. Konzernweit stiegen die Erlöse im ersten Quartal um 3,8 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro. Das um Sondereffekte und Regulierungseffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte um 1,6 Prozent auf 532 Millionen Euro zu. Analysten hatten bei beiden Kennziffern mit weniger gerechnet.

Den Verlust unterm Strich dämmte das Unternehmen weiter von 107 Millionen Euro im Vorjahr auf nun 44 Millionen Euro ein. Telefónicabefindet sich seit der E-Plus-Übernahme im Jahr 2014 wegen hoher Abschreibungen auf die Netze und den gezahlten Aufpreis nahezu durchgehend in den roten Zahlen.

Telefónica Deutschland analysiert Corona-Auswirkungen

Das Management um Konzernchef Markus Haas bestätigte die Mitte Februar herausgegebenen Ziele, fügte aber auch hinzu, die Auswirkungen von Covid-19 weiter beobachten und analysieren zu wollen. Für 2020 hat TelefónicaDeutschland eine unveränderte bis leicht positive Umsatzentwicklung in Aussicht gestellt. Das operative Ergebnis soll ebenfalls wieder weitgehend unverändert bis leicht positiv ausfallen.

Im ersten Quartal seien die Geschäfte durch die Pandemie vergleichsweise wenig beeinträchtigt worden, hieß es weiter. Zum einen hätten die behördlichen Maßnahmen zur Einschränkung des Virus erst zwei Wochen vor Quartalsende ihre volle Wirkung entwickelt. Zum anderen habe sich die Nachfrage nach Mobilfunk- und Festnetzdienstleistungen "gerade in Zeiten der Krise" robust gezeigt. Durch die Schließung der Mobilfunkshops habe sich sowohl die Zahl der zu- wie auch die der abgehenden Kunden reduziert.

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