5G-Ausbau

Telefónica Deutschland setzt bei 5G-Kernnetz auf Ericsson

Bis 2021 will Telefónica Deutschland mit Hilfe von Ericsson-Technologie ein 5G-Kernnetz in seine Infrastruktur einbinden. Unter anderem ermögliche 5G das Surfen mit bis zu 20 Gbit/s und passend zugeschnittene 5G-Netze dank Network Slicing.

Jörg Schamberg, 02.06.2020, 09:48 Uhr
5G© jamesteohart/ Fotolia.com

Während die Deutsche Telekom und Vodafone bereits über 5G-Netze verfügen, ist dies bei Telefónica Deutschland (Angebote von O2) Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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noch nicht der Fall. Der Münchener Mobilfunknetzbetreiber teilte am Dienstag mit, dass bis zum kommenden Jahr ein besonders sicherheitsrelevantes 5G-Kernnetz, also der zentrale Teil des Mobilfunknetzes, errichtet werden soll. Dabei vertraut Telefónica Deutschland auf den europäischen Anbieter Ericsson - und nicht auf den chinesischen Netzausrüster Huawei. Nach eigenen Angaben werde Telefónica Deutschland dank der Ericsson-Technologie über das modernste Mobilfunk-Kernnetz in Deutschland verfügen.

Kernnetz als Herz des Mobilfunknetzes von Telefónica Deutschland

Das zentrale Kernnetz bestehe aus mehreren Hochleistungsservern und Glasfasertechnologien. Im Kernnetz würden sämtliche Anwendungen und Daten von bundesweit über 26.000 Mobilfunkstandorten zusammenlaufen, die von den 42 Millionen Mobilfunkkunden des O2-Netzes genutzt werden.

Telefónica könne künftig Network Slicing und Edge Computing anbieten

Nach Plänen der Bundesregierung müssen sich künftig alle Hersteller mit ausgewählten Hardwareelementen umfassenden behördlichen Sicherheitszertifizierungen unterziehen. Zudem müssen sie eine Garantieerklärung über ihre Vertrauenswürdigkeit abgeben. Bis 2021 werde ein komplett eigenständiges 5G-Kernnetz mit vollständiger Cloud-Kompatibilität in die Infrastruktur des Mobilfunknetzbetreibers eingebunden. Die Kapazitäten für das 5G-Kernnetz seien dabei so dimensioniert, dass sich auch langfristig die stark steigenden Datenströme der O2-Kunden sicherstellen könnten. Telefónica Deutschland könne künftig auch technische Möglichkeiten von 5G wie Network Slicing, also maßgeschneiderte 5G-Netze etwa für Firmen, oder Edge Computing (dezentrale Datenverarbeitung vor Ort) realisieren.

Surfen mit bis zu 20 Gbit/s

"Gigabit-Datenraten, Echtzeitkommunikation und Massive IoT – aus diesen Visionen wird nun Realität. Wir haben einen klaren Plan für die Weiterentwicklung unserer Netzinfrastruktur hin zu einem eigenständigen 5G-Netz, das die massiven Datenströme der Zukunft stemmt und neue digitale Geschäftsmodelle für alle unsere Kunden eröffnet. Dabei setzen wir auf modernste Netztechnologien, die der Markt zu bieten hat", so Mallik Rao, Technik-Chef von Telefónica Deutschland.

Kunden könnten zukünftig mit bis zu 20 Gbit/s surfen, das sei rund 100 Mal schneller als über den LTE-Standard, der derzeit im O2-Netz bis zu 225 Mbit/s ermöglicht. Das 5G-Netz mache auch Echtzeitkommunikation möglich. Privatkunden könnten dank 5G mobile Anwendungen wie Virtual Reality ohne Verzögerungen genießen. 5G sei auch von großem Vorteil für das Internet der Dinge und Maschinennetze. Auf einer Fläche von einem Quadratkilometer ließen sich mit LTE bis zu 10.000 Geräte miteinander vernetzen. Mit 5G können es künftig bis zu 1 Million Geräte sein.

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