TechCity-Projekt München

Telefónica Deutschland nimmt Dualband-Richtfunk für 5G in Betrieb

Wie lassen sich Mobilfunkstandorte auch in abgelegenen Gebieten an 5G-Netze anbinden? Telefónica Deutschland hat dazu in München erstmals eine Richtfunkstrecke für 5G in Betrieb genommen, die zwei Frequenzbänder dynamisch zusammenschaltet.

30.01.2019, 11:21 Uhr
5G© jamesteohart/ Fotolia.com

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hat Mitte Januar im Norden von München an zunächst zwei Standorten des 5G TechCity-Projekts eine erste 5G-Richtfunkstrecke in Betrieb genommen. Nach Unternehmensangaben von Mittwoch handele es sich dabei um den ersten Dualband-Richtfunk für 5G.

5G-Anbindung von Mobilfunkstandorten auch in abgelegenen Gebieten

Über eine Distanz von mehr als fünf Kilometern sei ein eNodeB-Standort mit dem Core-Netz von Telefónica Deutschland verbunden worden. Die dazu erforderlichen technischen Anlagen seien jeweils auf zwei hochgelegenen Dächern in einer Höhe von rund 40 Metern installiert worden.

Was bezweckt der Mobilfunknetzbetreiber damit? "Unser in München installiertes '5G-ready'-Richtfunkequipment ermöglicht die hochkapazitive Anbindung von zukünftigen Mobilfunkstandorten sowohl in abgelegenen Gebieten als auch in solchen Fällen, in denen eine Glasfaserverlegung wirtschaftlich nicht darstellbar oder schlicht nicht möglich ist. Somit stellt diese funkbasierte Technologie insbesondere mit Blick auf 5G eine sehr gute Alternative dar", erläutert Dr. Anja Höhn, Leiterin des 5G TechCity-Projekts bei Telefónica Deutschland.

Dynamische Zusammenschaltung von zwei Frequenzbändern

Damit eine Übertragungsrate von 16 Gbit/s erreicht werden könne, setze der Mobilfunknetzbetreiber parallel auf zwei unterschiedliche Richtfunk-Frequenzen (18 GHz und 80 GHz), die zu einem Link zusammengefasst werden. Über das 18-GHz-Band würden vorrangig priorisierte Nutzdaten und Sprache vermittelt, über das 80-GHz-Band alle anderen Datenservices. Die dynamische Nutzung der beiden Frequenzbänder sei die Besonderheit der neuen Richtfunkstrecke. Überschreitet der Datenverkehr auf dem niedrigeren Frequenzband eine bestimmte Grenze, so würden automatisch freie Kapazitäten des 80-Ghz-Bandes genutzt. Dadurch ergebe sich neben einer hohen Kapazität auch eine hohe Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der Verbindung.

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