Geschäftszahlen 2016

Telefónica Deutschland gewinnt viele Neukunden und halbiert Verlust

Telefónica Deutschland konnte sich 2016 als Marktführer im Mobilfunk behaupten. Die Zahl der Mobilfunkanschlüsse kletterte auf über 44,3 Millionen. Das Breitband-Geschäft legte leicht zu, unterm Strich ging der Konzernumsatz zurück.

Jörg Schamberg, 22.02.2017, 10:29 Uhr
o2 Telefonica© o2 Telefonica

München – Der Mobilfunknetzbetreiber Telefónica Deutschland bleibt mit seinen Marken wie O2 (www.o2.de/handy Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) Marktführer in Deutschland. Das Unternehmen legte am Mittwoch vorläufige Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2016 sowie das vierte Quartal von Oktober bis Dezember des vergangenen Jahres vor. Die gesetzten Ziele seien erreicht worden. "Wir haben geliefert, was wir versprochen haben", sagte der neue Telefónica-Vorstandsvorsitzende Markus Haas. Nicht in allen Bereichen sieht es aber positiv aus.

Telefónica kommt Ende 2016 auf 44,32 Millionen Mobilfunkanschlüsse

Bei Mobilfunk-Vertragskunden verzeichnete Telefónica 2016 einen Zuwachs um 1,28 Millionen neue Kunden. Insgesamt verwaltete der mit E-Plus fusionierte Anbieter zum Jahresende 44,32 Millionen Mobilfunkanschlüsse. Das sei ein neuer Rekordwert. Im vierten Quartal gewann der Mobilfunknetzbetreiber 336.000 Vertragskunden hinzu. Damit kam Telefónica Ende Dezember 2016 auf rund 20,54 Millionen Vertragskundenanschlüsse. Die Zahl der Prepaid-Kunden ging allerdings um 89.000 auf 23,78 Millionen zurück.

Kräftig gestiegen ist die Zahl der LTE-Kunden, die zum Jahresende bei rund 12,1 Millionen Kunden lag. Im ersten Quartal hatten erst rund 8,7 Millionen Kunden LTE genutzt. Die LTE-Abdeckung lag Ende 2016 bei knapp 80 Prozent. Über das Mobilfunknetz wurden 2016 knapp 270.000 Terabyte Daten transportiert. Das sei ein Zuwachs um 51 Prozent. Der durchschnittliche monatliche Datenverbrauch von O2-Vertragskunden lag bei knapp 1,7 GB.

Zahl der VDSL-Anschlüsse steigt kräftig an

Das Breitbandgeschäft konnte leicht zulegen. Telefónica kam zum Ende des vierten Quartals auf 2,10 Millionen Breitbandkunden – ein Plus von 2.000 Neukunden gegenüber dem vorangegangenen Quartal. Die Zahl der VDSL-Anschlüsse legte in den letzten drei Monaten des Jahres 2016 um 74.000 auf 806.000 zu. Im ersten Quartal 2016 hatte der Anbieter erst 593.000 VDSL-Anschlüsse ausgewiesen. Schmalband-Angebote sind dagegen weiter rückläufig, Ende Dezember zählte das Unternehmen noch 221.000 Schmalbandkunden.

Umsatzrückgang um fast 5 Prozent - Verlust halbiert

Unterm Strich kam Telefónica Ende 2016 auf insgesamt rund 49,35 Millionen Anschlüsse, darunter 48,65 Millionen Endkundenanschlüsse. Der durchschnittliche monatliche Umsatz pro Kunde ging im vergangenen Jahr kontinuierlich zurück und lag im vierten Quartal bei 10,10 Euro. Der Umsatz insgesamt sank um 4,9 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro. Bei Mobilfunkdienstleistungen verzeichnete Telefónica ein Minus von 1,1 Prozent. Dies sei dem "wettbewerbsintensiven Marktumfeld" geschuldet und sei erwartet worden. Der Umsatz im Festnetzgeschäft ging um 5,9 Prozent auf 981,5 Millionen Euro zurück.

Den Verlust konnte Telefónica unter anderem durch den Verkauf von Mobilfunkmasten auf 176 Millionen Euro halbieren. Durch die weitgehend abgeschlossene Übernahme von E-Plus will Telefónica 2019 jährlich 900 Millionen Euro Einsparungen erreichen. Das seien 100 Millionen Euro mehr als bislang als Ziel gesetzt. "2017 steht nun voll im Zeichen operativer Performance und der beschleunigten digitalen Transformation", erklärte Telefónica-Chef Haas.

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