Quartalszahlen

Telefónica Deutschland gewinnt viele neue Mobilfunk- und VDSL-Kunden

Positive Zahlen hat Telefónica Deutschland am Montag für das dritte Quartal 2019 veröffentlicht. Fast 400.000 neue Mobilfunkverträge sowie 114.000 neue Breitbandanschlüsse kamen von Juli bis September hinzu.

o2 Telefonica© o2 Telefonica

München - Der Mobilfunknetzbetreiber Telefónica Deutschland (O2) hat in seinem dritten Quartal überraschend hohe Zuwächse verzeichnet. Im Kerngeschäft mit Mobilfunkdienstleistungen erzielte die O2-Mutter das stärkste Wachstum seit der milliardenschweren Übernahme von E-Plus vor fünf Jahren, wie das Unternehmen am Montag in München mitteilte.

392.000 neue Mobilfunkverträge im dritten Quartal

Seit Anfang 2019 gewann der Mobilfunknetzbetreiber netto insgesamt 999.000 neue Mobilfunkverträge hinzu. Die Zahl der Mobilfunk-Vertragskundenanschlüsse kletterte von Juli bis Ende September um 392.000, der Serviceumsatz legte bereinigt um Regulierungseffekte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,7 Prozent zu. Konzernweit stieg der Erlös um 1,9 Prozent auf 1,87 Milliarden Euro. Das um Sonder- und Regulierungseffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag mit 601 Millionen Euro leicht über den Erwartungen von Analysten (Vorjahr 478 Millionen).

Kundenwachstum auch bei Breitband-Internet

Im dritten Quartal konnte Telefónica Deutschland zudem die Zahl der Breitband-Festnetzanschlüsse um 114.000 auf 2,2 Millionen steigern. Davon waren über 1,6 Millionen Anschlüsse auf Basis von VDSL. Insgesamt kam das Unternehmen Ende September auf 50,1 Millionen Kundenanschlüsse, 45,7 Millionen davon entfielen auf den Mobilfunkbereich.

7.000 Standorte seit Anfang 2019 mit LTE ausgerüstet

Die Prognosen bestätigte Telefónica-Deutschland-Chef Markus Haas. Das Unternehmen hat in den ersten neun Monaten des Jahres mehr als 7.000 Antennenstandorte mit LTE-Technik aufgerüstet, das sind jetzt schon mehr als im gesamten Vorjahr. Telefónica hat bei der Abdeckung mit dem Datenfunk einen Rückstand und will im Gesamtjahr 10.000 Sendestationen auf Stand bringen, um die von der Bundesnetzagentur geforderte Netzabdeckung zu erreichen. Unter dem Strich stand im dritten Quartal mit 24 Millionen Euro ein etwas geringerer Verlust als vor einem Jahr mit 30 Millionen. Seit der Übernahme von E-Plus lasten hohe Abschreibungen für die Netze und den gezahlten Übernahmepreis auf der Tochter des spanischen Telekomriesen Telefónica.

Telefónica Deutschland sieht keinen Anpassungsbedarf bei Vorleistungspreisen

Zuletzt konnte Telefónica Deutschland in einem gutachterlichen Verfahren von einem Schiedsspruch profitieren. Der Mobilfunkanbieter 1&1 Drillisch aus dem United-Internet-Konzern hatte sich Chancen auf rückwirkende Preissenkungen für die Netzmiete bei Telefónica ausgerechnet, daraus wurde aber nichts. Auch für weitere Verfahren dieser Art ist Telefónica-Deutschland-Chef Markus Haas zuversichtlich, wie er in einer Telefonkonferenz sagte. Bei den Vorleistungspreisen sehe er weiter keinen Anpassungsbedarf. Diese seien schließlich "fair".

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Jörg Schamberg / Quelle: DPA

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