Kräftiger Zuwachs bei LTE-Kunden

Telefónica Deutschland: Erstmals seit 2011 wieder Wachstum im DSL-Geschäft

Telefónica Deutschland hat am Donnerstag die Zahlen für das erste Quartal 2016 vorgelegt. Während die Zahl der Mobilfunk-Vertragskunden zulegen konnte, ging die Zahl der Prepaid-Anschlüsse gegenüber dem Vorquartal zurück. Punkten konnte Telefónica mit LTE. Auch das jahrelang schrumpfende DSL-Geschäft hat sich offenbar stabilisiert.

Jörg Schamberg, 28.04.2016, 10:03 Uhr
o2 Telefonica© o2 Telefonica

München – Erstmals seit fast fünf Jahren, genauer seit dem zweiten Quartal 2011, kann Telefónica Deutschland wieder ein leichtes Wachstum im DSL-Privatkundengeschäft seiner Marke O2 (www.o2.de/dsl Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) vermelden. Wie der Mobilfunknetzbetreiber und Festnetzanbieter am Donnerstag bei der Vorstellung der Quartalszahlen für den Zeitraum von Anfang Januar bis Ende März 2016 bekanntgab, legte die Zahl der Breitbandkunden im ersten Quartal 2016 gegenüber dem Vorquartal um rund 3.000 zu.

2,1 Millionen Breitbandkunden zum Stichtag Ende März 2016

Die Zahl der Breitbandkunden insgesamt lag damit zum Ende des ersten Quartals 2016 bei rund 2,1 Millionen. Im ersten Quartal des Vorjahres hatte Telefónica Deutschland jedoch noch 27.000 Breitbandkunden mehr gezählt. Die Zahl der VDSL-Anschlüsse stieg allerdings kräftig. Ende März 2015 hatte Telefónica 322.000 bis zu 100 Mbit/s schnelle Internetanschlüsse ausgewiesen, zwölf Monate später kommt der Provider bereits auf 593.000. Gegenüber dem vorangegangenen Quartal wuchs die Zahl der VDSL-Anschlüsse um 76.000. Technisch verfügbar waren Ende 2015 jedoch rund fünf Millionen VDSL-Anschlüsse, hier besteht also noch viel Luft nach oben bei der Kundengewinnung. Ein minimales Plus (+ 5.000) gegenüber dem Vorquartal zeigt sich auch bei der Festnetztelefonie, für das erste Quartal dieses Jahres weist Telefónica rund zwei Millionen Festnetztelefonanschlüsse aus. Ein Jahr zuvor lag die Zahl dieser Anschlüsse aber noch um 19.000 höher.

Telefónica verzeichnet 43 Millionen Mobilfunkanschlüsse

Im Mobilfunkbereich meldet Telefónica Deutschland für Ende März 2016 rund 43 Millionen mobile Anschlüsse. Das ist eine Steigerung um 829.000 Anschlüsse gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres. Gegenüber dem vierten Quartal 2015 ging die Zahl der Mobilfunkanschlüsse allerdings um 55.000 zurück. Der Rückgang dürfte vor allem der Ausbuchung von inaktiven Prepaid-Karten geschuldet sein. Im ersten Quartal 2016 waren 23,74 Millionen Prepaid-Anschlüsse bei Telefónica registriert, im vorangegangen Quartal lag diese Zahl noch bei rund 23,98 Millionen. Im Jahresvergleich konnten die Prepaid-Anschlüsse aber um 480.000 zulegen. Bei den lukrativen Vertragskunden verlief das Geschäft erfolgreich: Kam Telefónica im ersten Quartal 2015 noch auf 18,92 Millionen Vertragskunden, steigerte sich die Kundenzahl im vierten Quartal auf 19,08 Millionen. Zum Ende des ersten Quartals 2016 verzeichneten die Münchener 19,26 Millionen Vertragskundenanschlüsse. Inzwischen nutzen 55,4 Prozent der Telefónica-Kunden ein Smartphone.

Kräftige Steigerung: 8,7 Millionen LTE-Kunden

Das LTE-Netz wurde weiter ausgebaut, Telefónica kam im ersten Quartal dieses Jahres auf eine LTE-Kundenbasis von rund 8,7 Millionen. Im Zeitraum von Januar bis März 2016 konnte der Anbieter somit 808.000 LTE-Kunden hinzugewinnen. Der mobile Datenverbrauch von O2-Vertragskunden mit LTE stieg nach Unternehmensangaben im Jahresvergleich um 50 Prozent auf 1,2 GB pro Monat.

Insgesamt kam Telefónica Deutschland im ersten Quartal mit Mobilfunk und Festnetz auf 48,25 Millionen Endkundenanschlüsse. Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem vorigen Quartal von 111.000 Anschlüssen. Gegenüber dem Vorjahr konnte Telefónica jedoch 594.000 Anschlüsse hinzugewinnen.

Quartalsverlust von 170 Millionen Euro

Ein Blick auf die Finanzzahlen: Der durchschnittliche monatliche Umsatz pro Kunde ging im ersten Quartal auf 10,30 Euro zurück. Die Umsatzerlöse sanken gegenüber dem Vorjahr um 43 Millionen Euro auf rund 1,86 Milliarden Euro. Für das erste Quartal 2016 meldet Telefónica einen Verlust von 170 Millionen Euro nach 145 Millionen Euro im Vergleichsquartal des Vorjahres. Zu Jahresbeginn hat Telefónica in die Neupositionierung von O2 als Premiummarke investiert, auch die Integration der Mobilfunknetze von O2 und E-Plus schreitet weiter voran. Ab dem Sommer werden die LTE-Netze von O2 und E-Plus in ein gemeinsames Netz integriert.

"Nach einem guten Start ins neue Jahr liegen wir strategisch und operativ voll im Plan", kommentierte Thorsten Dirks, Vorstandsvorsitzender von Telefónica Deutschland, die vorgelegten Quartalszahlen.

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