Zwangsgeld abgewendet

Telefónica Deutschland errichtet noch fehlende LTE-Standorte

Beim LTE-Netzausbau sieht die Bundesnetzagentur vor allem bei Telefónica Deutschland noch Nachholbedarf und drohte mit einem Zwangsgeld. Einen Teil der noch fehlenden 7.600 LTE-Standorte hat Telefónica nun innerhalb einer Nachfrist realisiert.

Jörg Schamberg, 27.07.2020, 12:35 Uhr (Quelle: DPA)
Telefónica Germany Zentrale München40 Prozent der fehlenden LTE-Standorte hat Telefónica Deutschland bis Ende Juli errichtet.© Telefónica Germany GmbH & Co. OHG

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hat nach eigenen Angaben die noch fehlenden LTE-Standorte vor Ablauf einer wichtigen Frist errichtet. Damit habe man ein von der Bundesnetzagentur angedrohtes Zwangsgeld abgewendet, teilte ein Telefónica-Sprecher der dpa am Montag mit. Vodafone, Telekom und Telefónica haben sich gegenüber der Regulierungsbehörde verpflichtet, beim Ausbau des 4G-Mobilfunknetzes bestimmte Fristen einzuhalten. Damit soll verhindert werden, dass die Unternehmen nur dort in ihre Netze investieren, wo es lukrativ ist - etwa in Großstädten mit vielen Nutzern.

Rund 7.600 LTE-Standorte fehlten bei Telefónica Deutschland

Bis Ende des vergangenen Jahres sollten demnach 98 Prozent der deutschen Haushalte mit mindestens 50 MBit pro Sekunde versorgt sein, 97 Prozent in jedem Bundesland. Darüber hinaus sollten ICE-Strecken und Autobahnen vollständig mit dem schnellen Netz abgedeckt sein.

Bei Telefónica waren die Lücken beim Netzausbau am größten, rund 7.600 LTE-Standorte fehlten. Die Bundesnetzagentur setzte deshalb Nachholfristen fest: Doch auch die Vorgabe, bis Ende Juni 40 Prozent der fehlenden 7.600 LTE-Standorte gebaut zu haben (entspricht 3.040 Stationen), verfehlte Telefónica - und begründete dies mit Verzögerungen durch die Corona-Pandemie. Unter Androhung eines Zwangsgeldes gab die Regulierungsbehörde dem Unternehmen einen weiteren Monat Zeit zur Schließung der Lücken. Dieses Ziel sei nun erfüllt, heißt es von Telefónica.

Telefónica verspricht Errichtung aller fehlenden LTE-Stationen bis Ende 2020

Die weiteren festgesetzten Fristen - 5.000 neue LTE-Stationen bis Ende September und alle 7.600 fehlenden bis zum Jahresende - werde man einhalten, erklärte der Sprecher.

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