Quartalszahlen

Telefónica Deutschland: Drastischer Rückgang bei Prepaid-Anschlüssen

Telefónica Deutschland hat bei seinem Prepaid-Geschäft kräftig ausgemistet und zahlreiche SIM-Karten ausgemustert, aber auch die Prepaid-Nachfrage ging im vierten Quartal 2017 zurück. Zudem stagniert das Breitbandgeschäft.

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München – Wie hat sich der Mobilfunknetzbetreiber und Internetanbieter Telefónica Deutschland (www.o2.de/handy Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) im vergangenen Jahr geschlagen? Am Mittwoch veröffentlichte das Münchener Unternehmen vorläufige Kennzahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2017. Wir haben einen Blick auf die Entwicklung der Kundenzahlen geworfen.

1,5 Millionen Prepaid-Anschlüsse weniger

Telefónica kam Ende Dezember 2017 auf rund 47,4 Millionen Endkundenanschlüsse. Im vorangegangen Quartal zählte der Münchener Anbieter dagegen noch 49,1 Millionen Anschlüsse. Der Rückgang geht vor allem zu Lasten der Prepaid-Mobilfunkanschlüsse: Zum Ende des vierten Quartals wies Telefónica noch rund 21,9 Millionen Prepaid-Anschlüsse aus nach 23,7 Millionen im Quartal zuvor. Telefónica gibt als Ursache vor allem die Bereinigung der Datenbanken für den Prepaid-Bereich im Zuge der Integration der Computersysteme von Telefónica Deutschland und E-Plus an. Aber auch die Abschaffung der Roaming-Gebühren in der EU und die Identifikationspflicht habe zu einer schwächeren Nachfrage nach Prepaid-Tarifen geführt.

Zum Jahresende 2017 zählte Telefónica knapp 21,3 Millionen Vertragskundenanschlüsse. Im vierten Quartal hatte der Mobilfunknetzbetreiber 186.000 neue Vertragskunden gewinnen können. Im Verlauf des vergangenen Jahres seien insgesamt 737.000 zusätzliche Vertragskundenanschlüsse hinzugekommen.

Telefónica Deutschland verwaltet rund 43,2 Millionen Mobilfunkanschlüsse

Die Zahl der Mobilfunkanschlüsse insgesamt lag Ende 2017 bei rund 43,2 Millionen. Etwas über eine Million davon waren Anschlüsse für die Kommunikation zwischen Maschinen. Auf marktvergleichbarer Basis komme Telefónica nach eigenen Angaben ohne die Maschinenanschlüsse (M2M) auf rund 44,9 Millionen Anschlüsse. Inklusive M2M-SIM-Karten wären dies fast 46 Millionen Anschlüsse.

Mobiler Datenverbrauch steigt weiter an

Die mobile Datennutzung nimmt weiter rasant zu. Der durchschnittliche monatliche Datenverbrauch von O2-Vertragskunden mit LTE-Tarifen kletterte laut Telefónica um 68 Prozent auf 2,8 GB. Kunden, die größere O2 Free-Pakete nutzen, kommen sogar im Schnitt auf einen Datenverbrauch von mehr als 7 GB pro Monat. Fast 15,8 Millionen Kunden nutzen bereits LTE.

Breitbandgeschäft von Telefónica Deutschland stagniert

Im Festnetzbereich bliebt die Zahl der Breitbandanschlüsse im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal unverändert bei knapp 2,1 Millionen. Die Zahl der VDSL-Anschlüsse stieg im vierten Quartal um 89.000 auf fast 1,2 Millionen an.

Rückgang bei Umsatzerlösen im Vergleich zum Vorjahr

Die Umsatzerlöse von Telefónica Deutschland lagen 2017 bei knapp 7,3 Milliarden Euro. Im Jahr 2016 hatte Telefónica dagegen noch einen Umsatzerlös 7,5 Milliarden Euro ausgewiesen.

Jörg Schamberg

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