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Telefónica Deutschland-Chef Dirks: Kunden profitieren von gemeinsamer Netzstärke

Noch im ersten Halbjahr 2015 sollen Telefonica-Kunden nach der Übernahme von E-Plus von der "gemeinsamen Netzstärke profitieren". Telefónica Deutschland-Chef Thorsten Dirks nahm in der "Rheinischen Post" auch Stellung zur Zukunft der Standorte und Shops des Unternehmens.

13.02.2015, 16:23 Uhr
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Im Oktober des vergangenen Jahres hatte Telefónica Deutschland die Übernahme von E-Plus abgeschlossen. Seitdem schreitet die Integration der Mobilfunknetze der beiden Unternehmen voran. Die Kunden sollen profitieren: "Wir werden wettbewerbsfähiger und können darum bessere Angebote machen. Dafür rüsten wir das Netz weiter auf", erklärt Telefónica Deutschland-Chef Thorsten Dirks gegenüber der "Rheinischen Post".

Dirks: Können das "Netz sehr engmaschig stricken"

"Da wir gemeinsam über zahlreiche Basisstationen verfügen, können wir daraus die besten Standorte auswählen und das Netz sehr engmaschig stricken und optimal an den wachsenden Kundenbedürfnissen ausrichten", so Dirks weiter. Kunden sollen noch im ersten Halbjahr "von der gemeinsamen Netzstärke profitieren". Schon seit dem vergangenen Monat ist für erste Kunden das sogenannte "National Roaming" verfügbar: O2-Kunden können das E-Plus-Netz mitnutzen.

Die Marke E-Plus werde langsam verschwinden. "Der Unternehmensname lautet Telefonica Deutschland. Das Unternehmen führt viele Marken. Unter dem Namen E-Plus sprechen wir schon lange keine neuen Kunden an", betont der Chef von Telefónica Deutschland. Allerdings werde der bisherige Standort der E-Plus-Zentrale in Düsseldorf weiter Bestand haben. München sei zwar der Firmensitz des gemeinsamen Unternehmens, aber Düsseldorf bleibe ein wichtiger Konzernstandort, an dem beispielsweise alle zwei Wochen das Management tage. Zudem soll auch Hamburg "dauerhaft eine zentrale Rolle" spielen.

Verkauf von einem Teil der Shops an Drillisch?

Ohne einen Schrumpfkurs beim Personal wird es aber nicht gehen, da Positionen teils doppelt besetzt sind. "Wir machen aus zwei Unternehmen eines, und da fallen überdurchschnittlich viele zentrale Verwaltungsaufgaben weg - beispielsweise bei Finanzen oder Personal", erläutert Dirks. Noch sei allerdings offen, wieviele Stellen an welchem Standort wegfallen. Insgesamt ist bis 2018 eine Streichung von 1.600 der 9.100 Vollzeitstellen des Konzerns geplant.

Überdimensioniert ist auch das gemeinsame Vertriebsnetz. Die neue größere Gesellschaft Telefónica Deutschland kommt zusammen auf 1.750 Shops. Zum Vergleich: Die Deutsche Telekom betreibt nur 1.250 Läden. Einen potentiellen Abnehmer für einen Teil der Shops habe Telefónica Deutschland bereits. Es gebe derzeit Gespräche mit Drillisch. Der Telekommunikationsanbieter plane eine eigene Shopkette mit bis zu 300 Standorten. Zudem will Telefónica das bestehende Shop-Netz genau unter die Lupe nehmen. In der Kölner Einkaufsmeile "Hohe Straße" gebe es laut Dirks beispielsweise gleich neun Shops des Unternehmens.

(Jörg Schamberg)

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