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Telefónica bläst Fusion mit E-Plus ab

Der Chef von Telefónica Deutschland hat offenbar vorerst keine Lust mehr auf einen Zusammenschluss mit der E-Plus Gruppe. Dem "Handelsblatt" sagt er, dass sein Unternehmen auch ohne eine Fusion wachsen könne.

28.05.2013, 09:01 Uhr
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Immer wieder wurde gemunkelt, gemutmaßt und tatsächlich sogar miteinander verhandelt. Jetzt scheint Telefónica Deutschland allerdings (vorerst) kein Interesse mehr zu haben, eine Fusion mit der E-Plus Gruppe einzugehen. Das berichtete das "Handelsblatt" am Dienstag. Telefónica Deutschland-Chef René Schuster glaubt demnach, dass sein Unternehmen auch ohne einen Zusammenschluss wachsen kann.

Telefónica will nicht nur sparen

Offenbar ist dem Manager die Sparpolitik des Konkurrenten ein Dorn im Auge. "Viele verstehen nicht, dass sie erst einmal viel Geld investieren müssen, bevor sie etwas sparen. Wir müssen nicht unbedingt zusammengehen. Wir gewinnen auch so immer mehr Marktanteile."

Eine etwas überraschende Aussage, denn zumindest bei den Kundenzahlen hat Telefónica hierzulande in den zurückliegenden Quartalen fast durch die Bank gegenüber der E-Plus Gruppe zurückstecken müssen. In den vergangenen zwei Jahren wuchs E-Plus von Quartal zu Quartal durchgehend stärker als Telefónica. Nur zwischen Oktober und Dezember vergangenen Jahres war Telefónica erfolgreicher, weil E-Plus viele inaktive Prepaidkarten deaktivierte.

Telefónica-Chef Schuster gibt ferner zu bedenken, selbst über eine mögliche Fusion entscheiden zu können. "Wenn wir glauben, dass wir fusionieren müssen, dann schlagen wir das unserem Aufsichtsrat und unserem Mehrheitsaktionär Telefónica vor. Aber der Befehl kommt nicht aus Spanien."

Netzfusion steht auch noch im Raum

Es ging in den zurückliegenden Monaten aber nicht nur um einen kompletten Zusammenschluss der beiden Firmen. Auch eine mögliche Netzfusion steht weiter im Raum.

(Hayo Lücke)

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