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Tele2 zeigt T-Com die Rote Karte

Landgericht Hamburg stoppt aktuelle Werbekampagne zur Tarifoffensive 2005 per einstweiliger Verfügung.

23.02.2005, 17:14 Uhr
Internet© Daniel Fleck / Fotolia.com

Noch eine rote Karte für die T-Com: Nachdem das Oberlandesgericht Hamm der Telekom-Tochtergesellschaft untersagte, mit 300 Freiminuten bei Beauftragung der Rechnung Online zu werben, meldet sich nun das Landgericht Hamburg zu Wort. Es untersagt dem Bonner Konzern, die gerade gestartete Werbung zu der ab März gültigen Tarifoffensive 2005 in der bisherigen Form weiter zu nutzen.
Irreführung des Verbrauchers?!
Die Art und Weise, wie die Telekom die neuen Tarife etwa auf ihrer Homepage präsentiert, hat den T-Com-Wettbewerber Tele2 dazu veranlasst, mit einer einstweiligen Verfügung zu reagieren. Der schwedische Konzern begründet diesen Schritt konkret damit, dass die Werbung Konsumenten in die Irre führe. So heißt es in der T-Com-Werbung, dass die Preise um "bis zu 75 Prozent" gesenkt werden, ein konkreter Bezug müsse aber vergeblich gesucht werden.
Tele2 moniert, das zwar endlich einheitlich im Minutentakt abgerechnet werde, jedoch kein Wort daran verschwendet wird, dass sich in einigen Fällen die Grundgebühr erhöht. Außerdem seien Gespräche in nationale Mobilfunknetze und in ausländische Festnetze genauso teuer wie vorher.
Wegen der irreführenden Angaben verstoßen die Werbeaussagen der Telekom zur neuen Tarifstruktur aus Sicht von Tele2 gegen das Wettbewerbsrecht. Das Landgericht Hamburg untersagt deshalb mit sofortiger Wirkung, die Aussagen zu wiederholen, und droht der Deutschen Telekom bei Zuwiderhandlung mit der Verhängung eines Ordnungsgeldes von bis zu 250.000 Euro. Die Eilentscheidung des Landgerichts kann noch angefochten werden.

(Hayo Lücke)

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