Gigabit-Ausbau

Tele Columbus will Glasfasernetz in Heidelberg betreiben

Die Stadt Heidelberg und Tele-Columbus-Tochter pepcom wollen Gigabit-Geschwindigkeit in bisher unterversorgte Stadttteile bringen. Das kommunale Glasfasernetz wird zunächst ausgebaut, dann sollen Tarife über PŸUR angeboten werden.

Melanie Zecher, 28.06.2019, 16:05 Uhr
Heidelberg© Christian Holderbach / Fotolia.com

Berlin/Heidelberg - Die pepcom GmbH, eine Tochtergesellschaft der Tele Columbus AG, wird das durch die Stadt Heidelberg errichtete kommunale Glasfasernetz in Heidelberg aktiv betreiben. In den Stadtteilen Schlierbach und Ziegelhausen sowie in weiteren Gebieten innerhalb der Stadt, die bislang unzureichend mit schnellen Internet-Anschlüssen versorgt waren, wird damit erstmals eine Datenanbindung mit Gigabit-Geschwindigkeit möglich.

Stadt wird Leitungsnetz an pepcom verpachten

Das Leitungsnetz auf Glasfaserbasis wird in bislang unterversorgten Stadtgebieten in Verantwortung der Kommune errichtet, gefördert von Land und Bund. Damit die von ihr getragenen Baukosten wieder an die Stadt zurückfließen, verpachtet sie das Glasfasernetz im sogenannten "Betreibermodell" an die pepcom GmbH. Das Unternehmen gehört zur Tele Columbus AG, die bundesweit unter der Marke PŸUR mehr als drei Millionen Haushalte versorgt.

Internet wird unter der Marke PŸUR angeboten

Während das Verlegen der Glasfaserleitungen und die Errichtung der Hausanschlüsse im Verantwortungsbereich der Stadt liegen, wird pepcom die aktive Netztechnik einbringen, das Netz betreiben und den Bürgerinnen und Bürgern schnelle Internetanschlüsse unter der Marke PŸUR in eigener Verantwortung anbieten. Über die Mindestgeschwindigkeit von 50 Mbit/s hinaus will PŸUR in verschiedenen Tarifstufen eine Anbindung mit bis zu 1000 Mbit/s ermöglichen.

Netzausbau soll etwa ein Jahr dauern

Der Netzbau durch die Stadt beginnt in Schlierbach und Ziegelhausen noch in diesem Herbst und wird etwa ein Jahr in Anspruch nehmen, so das Unternehmen. Ausführliche Informationen zu den Anschlussmöglichkeiten und den verschiedenen Tarifen erhalten die Hauseigentümer ab September 2019. In einer zweiten Bauphase werden weitere Gebiete im übrigen Stadtgebiet erschlossen, hier ist die Inbetriebnahme des Netzes bis Jahresende 2020 geplant.

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