Fördermittel

Tele Columbus: Startschuss für Glasfaserausbau in Halle

Die "weißen Flecken" ohne schnelles Internet in der Stadt Halle in Sachsen-Anhalt können nun dank Zusage von Fördermitteln geschlossen werden. Tele Columbus startet im Herbst mit dem Glasfaserausbau in mehreren Stadtvierteln.

Jörg Schamberg, 07.07.2020, 10:50 Uhr
Highspeed Internet© Silvano Rebai / Fotolia.com

Grünes Licht für den geplanten Breitbandausbau in der Stadt Halle in Sachsen-Anhalt. Die Kommune hatte am Montag die Fördermittel für den Glasfaserausbau erhalten. Damit kann nun die HL komm Telekommunikations GmbH mit ihrer Marke PŸUR Business, die zum Kabelnetzbetreiber Tele Columbus gehört, mit dem Glasfaserausbau in der Kommune beginnen. Bis Mitte 2022 sollen jene Stadtgebiete von Halle mit Glasfaser erschlossen werden, in denen bislang keine ausreichend schnellen Internetanschlüsse verfügbar sind. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Ausbaubeginn im Herbst 2020

Die Ausbauarbeiten in Halle sollen noch im Herbst 2020 starten. Nach Angaben von Dr. Bernd Wiegand, Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale) sollen mit dem Lückenschluss die verbliebenen "weißen Flecken" für das schnelle Internet beseitigt werden.

Gigabit-Internet für Schulen

Konkret soll das glasfaserbasierte Stadtnetz im Rahmen des Projekts an 3.000 Schulen, Privathaushalte und Gewerbebetriebe herangeführt werden. Privathaushalten sollen künftig Anschlüsse mit Downloadraten von mindestens 50 Mbit/s zur Verfügung stehen. Unternehmen könnten Anschlüsse mit mindestens 100 Mbit/s im Down- und Upload buchen. Für Schulen sollen sogar Gigabitspeed mit bis zu 1.000 Mbit/s realisiert werden.

Fördermittel in Höhe von 10,5 Millionen Euro

Auf einer Gesamtlänge von rund 100 Kilometern sollen neue Glasfasertrassen entstehen. Die Glasfaserleitungen werden für private Nutzer bis an die Gebäude oder Verteiler verlegt. Bei Schulen und Gewerbebetrieben werden direkte Glasfaserleitungen bis an das Firmen- bzw. Schulnetzwerk verlegt. Die in dem Ausbauprojekt berücksichtigten Stadtviertel würden sich über das gesamte Stadtgebiet verteilen. Möglich wird der Glasfaserausbau nur dank der öffentlichen Fördermittel zur Schließung der Wirtschaftlichkeitslücke. Insgesamt fließen 10,5 Millionen Euro Fördermittel durch die Breitband-Fonds der EU und vom Land Sachsen-Anhalt.

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