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Tele Columbus plant Börsengang

Der vor allem in Ostdeutschland aktive Kabelnetzbetreiber Tele Columbus will noch in diesem Jahr an die Börse gehen. Das Unternehmen rechnet mit Erlösen von mindestens 300 Millionen Euro.

30.09.2014, 11:46 Uhr (Quelle: DPA)
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Der in Ostdeutschland stark vertretene Kabelnetzbetreiber Tele Columbus will an die Börse gehen. Die Erlöse aus dem Sprung aufs Parkett sollen brutto bei mindestens 300 Millionen Euro liegen, wie das Unternehmen am Dienstag in Berlin mitteilte. Bis zum Ende des Jahres plant der drittgrößte deutsche Kabelanbieter eine Notierung im Frankfurter Prime Standard. Mit dem Geld will Tele Columbus seine Schuldenlast senken und sich Spielräume für künftiges Wachstum schaffen. Zusätzlich zur Kapitalerhöhung wollen auch Altgesellschafter Aktien des Unternehmen verkaufen. Beteiligt an Tele Columbus sind unter anderem Londoner Finanzinvestoren. Kerngebiet des Kabelnetzbetreibers ist Ostdeutschland.

Übernahme durch Kabel Deutschland gescheitert

Über einen Börsengang oder einen Verkauf war bereits seit geraumer Zeit spekuliert worden. Tele Columbus verfügt über 1,7 Millionen angeschlossene Haushalte. Noch Anfang Juli hatte der Konkurrent von Kabel Deutschland und Unitymedia angegeben, alle Optionen zu prüfen. Im vergangenen Jahr war Kabel Deutschland bei dem Versuch, Tele Columbus zu übernehmen, am Bundeskartellamt gescheitert.

In Sachsen-Anhalt hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben einen Marktanteil von zwei Dritteln, in Berlin-Brandenburg von rund 40 Prozent. Im ersten Halbjahr 2014 erzielte der Konzern einen Umsatz von 107 Millionen Euro, ein Wachstum von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der um Einmaleffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag bei 48,8 Millionen Euro, knapp 12 Prozent mehr als vor einem Jahr.

(Jörg Schamberg)

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