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Tele Columbus plant angeblich Börsengang noch 2014

Schon im Herbst könnte der Berliner Kabelnetzbetreiber Tele Columbus, die Nummer drei der Branche, laut Medienberichten an die Börse gehen. Ein Verkauf an Kabel Deutschland war 2013 am Widerstand des Bundeskartellamts gescheitert.

09.05.2014, 18:16 Uhr
Notebook© Roman Hense / Fotolia.com

Der Berliner Kabelnetzbetreiber Tele Columbus will laut Medienberichten offenbar noch in diesem Jahr an die Börse. Die Nachrichtenagentur Reuters meldete am Freitag mit Bezug auf drei mit den Plänen vertrauten Personen, dass noch im Mai Banken ausgewählt werden sollen, die das Unternehmen beim Börsengang begleiten.

Börsengang schon im Herbst?

Bereits im Herbst könnte die Umsetzung der Pläne erfolgen. Ein Fachmann für Investor Relations sei bereits für Anfang Juni verpflichtet worden. Ein Unternehmenssprecher wollte die Berichte nicht kommentieren.

Tele Columbus ist mit 1,7 Millionen Kunden nach Kabel Deutschland und Unitymedia KabelBW der drittgrößte deutsche Kabelnetzbetreiber und vor allem in Ostdeutschland aktiv. Im vergangenen Jahr war der Verkauf von Tele Columbus an Kabel Deutschland am Widerstand des Bundeskartellamts gescheitert. Der Deal hätte einen Umfang von rund 600 Millionen Euro gehabt.

Tele Columbus ist aktuell im Besitz ehemaliger Gläubiger, darunter auch Hedgefonds. Die Berliner sitzen auf einem Schuldenberg von rund 550 Millionen Euro, die Finanzierung bis 2017 ist aber sichergestellt.

(Jörg Schamberg)

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