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TeamViewer: Fernsteuerung für den Computer

Desktop-Kontrolle, Präsentation und Dateiübertragung. Dieses kleine Tool ist ein Spezialist auf dem Gebiet der Fernwartung. Und das Beste daran: es ist kostenlos!

16.12.2007, 09:01 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Vom Büro aus in den eigenen Dateien zuhause stöbern? Daten zwischen Notebook und Desktop-Rechner per Knopfdruck hin- und herschieben? Schnell mal Opa erklären, wie man E-Mails abruft und zwar ohne an das andere Ende der Stadt fahren zu müssen? Bisher waren für solche Aufgaben umständliche Remote-Verbindungen nötig - beziehungsweise lästige Ferndiagnosen mit telefonischen Ratschlägen wie: "Klick mal hier, dritte Registerkarte, denke ich. Dann 'Okay'."
Kostenlose Abhilfe
Deshalb hat onlinekosten.de nun ein kleines Tool getestet, das Fernwartung und Fernpräsentation zum Kinderspiel werden lässt. TeamViewer ist ein für Privatanwender kostenloses Programm, das es erlaubt, auf fremde Rechner zuzugreifen – natürlich nur solange die Erlaubnis des Besitzers gegeben ist.
Fernwartung, Präsentation, Dateiübertragung
Dazu muss der Client auf beiden Computern geöffnet werden - eine vorherige Installation ist nicht zwingend nötig. TeamViewer lässt sich direkt von der ausführbaren Datei aus starten. Der Client generiert dann automatisch eine ID-Nummer und ein Kennwort, die der Nutzer dem Konferenzpartner mitteilt. Ein Knopfdruck, dann geht es los. TeamViewer erlaubt drei Optionen der Verbindungsaufnahme: Nummer eins ist die Fernwartung, bei der ein Teilnehmer die volle Kontrolle über den Computer eines anderen bekommt. Im Präsentationsmodus erscheint der eigene Desktop direkt auf den Bildschirm des Partners. Die Dateiübertragung dient letztlich dem Versenden und Empfangen von Daten. Ist die Verbindung erst einmal aufgebaut, lässt sich zudem ein Chat-Modul aktivieren, über das beide Teilnehmer die Sitzung über in Kontakt bleiben können.
Firewall? Kein Problem!
In allen drei Fällen muss sich der Nutzer keine Gedanken über Administratorenrechte, Firewalls, geblockte Ports und aussperrende NAT-Router machen. TeamViewer kommt mit allen Sicherheitsmaßnahmen bestens zurecht und kann sie problemlos überwinden – sowohl im Internet als auch in lokalen Netzwerken (LAN). Weiterer Vorteil: Während der Verbindung werden alle gesendeten Daten vollständig verschlüsselt, so dass kein Dritter ungebetener Zeuge der Sitzung wird.
Für Privatanwender kostenlos
Das Programm ist gerade einmal ein Megabyte (MB) groß und unterstützt alle Windows Versionen von Windows 98 an – auch mit Vista versteht sich TeamViewer prächtig. Nutzer, die mit Linux, Unix oder Mac arbeiten, müssen jedoch Einschränkungen hinnehmen. Hier funktionieren die Netzkonferenzen erst, nachdem Windows-Virtualisierungen wie VMware oder Parallels installiert wurden. Für den privaten Gebrauch wird TeamViewer weiterhin kostenlos angeboten, allerdings fehlen im Vergleich zur gewerblichen Ausgabe einige zusätzliche Features wie die Portable-Funktion, mit der das Programm direkt von einer CD oder einem USB-Stick gestartet werden kann.

(André Vatter)

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