Videokonferenzen

Teams: Microsoft bringt viele neue Funktionen

Microsoft spendiert seinem Teamarbeits-Tool Microsoft Teams etliche neue Features. Dazu gehören unter anderem der neue Together-Modus, eine Erhöhung der aktiven Teilnehmer auf 1.000 und Videofilter.

Jörg Schamberg, 09.07.2020, 11:40 Uhr
Microsoft Teams Together ModusDer neue Together-Modus von Microsoft Teams.© Microsoft

Durch die Corona-Pandemie und die damit verbundene vielfache Tätigkeit im Home Office hat Microsofts Teamarbeit- und Videokonferenz-Plattform Teams einen deutlichen Aufschwung und wachsende Nutzerzahlen erlebt. Microsoft hat nun zahlreiche neue Funktionen für Teams angekündigt.

Together-Modus: Alle Teilnehmer virtuell nebeneinander in einem Raum

Eine der Neuerungen ist etwa der "Together Modus". Alle Teilnehmer eines Teams-Videochats werden bei diesem Ansichtsmodus virtuell nebeneinander in einem Raum, beispielsweise in einem Hörsaal oder Büro, als gemeinsamer Hintergrund platziert. Zum Einsatz kommt dabei laut Microsoft die KI-Segmentierungstechnologie des US-Konzerns. Ab August soll das neue Feature allgemein verfügbar sein.

Mehr Dynamik bei den Chatansichten

Neu ist künftig auch eine dynamische Ansicht (Dynamic View), die Teams-Besprechungen interaktiver machen soll. In einer großen Galerieansicht können Videos von bis zu 49 Personen in einer Besprechung gleichzeitig gesehen werden. Bestimmte Teilnehmer lassen sich nebeneinander anzeigen. Die Teilnehmenden lassen sich zudem in kleinere Gruppen aufteilen: Der Besprechungsorganisator kann dazu virtuelle Nebenräume erstellen. Außerdem sind nicht mehr alle Videokacheln gleich groß, manche Teilnehmer lassen sich größer anzeigen.

Videofilter rücken Teilnehmer besser ins Bild

Teams erhalte zudem integrierte Videofilter. Vor einer Besprechung soll sich etwa die Beleuchtung anpassen lassen. Auch der Fokus der Kamera lasse sich einstellen, so dass der Teilnehmer besser im Bild gesehen werden kann. Mit dem neuen Feature "Live Reactions" soll die Interaktion mit anderen erleichtert werden. Dazu lassen sich spezielle Emojis wie Applaus, Herzen usw. aus den PowerPoint Live Presentations verwenden.

Live-Untertitel und Live-Übersetzungen kommen

Während einer Teams-Sitzung gesendete Chats werden künftig live eingeblendet, so dass alle Teilnehmer Chatmitteilungen einfacher sehen können. Microsoft verspricht außerdem Live-Untertitel in Teams, um das Verfolgen von Besprechungen zu erleichtern. Schon bald sollen die Untertitel mit dem Namen der jeweiligen Sprecher ergänzt werden. Später sei auch eine Übersetzung der Live-Untertitel geplant. Im Laufe des Jahres will Microsoft in Teams zudem Live-Übersetzungen anbieten. Dies sei hilfreich bei mehrsprachigen Meetings.

Teams-Meetings mit 1.000 aktiven Teilnehmern

Waren größere Teams-Besprechungen bislang auf 250 Teilnehmer begrenzt, so sollen Teams-Meetings künftig auch mit mehr als 1.000 Teilnehmern möglich werden. Die Zahl der aktiven Teilnehmer, die die Stummschaltung des Mikrofons aufheben und ihre Videokamera einschalten können, werde auf 1.000 erweitert. Nehmen mehr als 1.000 Personen an einer solchen Besprechung teil, könnten Meetings auf bis zu 20.000 Teilnehmer skaliert werden, die einer Präsentation oder Diskussion folgen könnten.

Tasks-Apps für mehr Überblick über Aufgaben - Cortana wird in Teams integriert

Noch im Juli soll die neue Tasks App in Teams eingeführt werden. Diese soll einen Überblick über alle offenen und individuell zugewiesenen Aufgaben aus Microsoft To Do, Planner und Outlook bieten. Die App lasse sich als neue Registerkarte in Teams hinzufügen. Im Desktop-Client erscheine die neue Funktion zunächst unter dem Namen Planner, später soll sie Tasks heißen. In der mobilen Teams-Anwendung werde bereits dieser Name verwendet. Integriert in die mobile Teams-Anwendung wird zudem Microsofts Assistenz-Software Cortana. Anrufe oder die Einwahl in eine Besprechung lassen sich per Sprachsteuerung starten. In den kommenden Wochen werde Cortana in der mobilen Teams-App auf iOS und Android verfügbar sein. Dies gelte zunächst jedoch nur für Nutzer von Microsoft 365 Enterprise in den USA in englischer Sprache.

Spezielle Displays für Teams

In diesem Jahr will Microsoft zudem spezielle Bildschirme für Teams als "All-in-One"-Geräte einführen. Diese sollen einen Touchscreen, eine Freisprecheinrichtung und eine Cortana-Sprachsteuerung bieten. Eine nahtlose Integration in PCs und Laptops sei möglich. Zu den ersten Geräten würden das Lenovo ThinkSmart View und ein Gerät von Yealink zählen, die Ende 2020 zunächst in den USA auf den Markt kommen.

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