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TDK und Seagate: 20-Terabyte-Festplatten ab 2020 möglich

Die Kapazität von Festplatten ist in den letzten Jahren kaum noch gewachsen. Mehr als 4 Terabyte Speicherplatz ist mit der derzeit verwendeten Technologie kaum machbar. Auf der Elektronikmesse Ceatec in Tokio zeigten TDK und Seagate nun eine neuartige Speichertechnologie.

05.10.2013, 12:01 Uhr (Quelle: DPA)
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Auf der Hightech-Messe Ceatec haben der Festplatten-Hersteller Seagate Technology und der japanische Konzern TDK eine Technologie demonstriert, mit der sich die bisherigen Grenzen der magnetischen Datenaufzeichnung überwinden lassen. Bis zu den Olympischen Sommerspielen im Jahr 2020 in Japan könne man damit Festplatten mit 20 Terabyte anbieten, sagte ein Sprecher von TDK in Chiba bei Tokio.

Erhöhter Speicherbedarf durch Ultra HD

Diese seien für die Bewältigung der riesigen Datenmengen erforderlich, die unter anderem bei der Aufzeichnung von TV-Signalen in ultra-hoher Auflösung entstehen. TDK geht davon aus, dass im Jahr 2020 für jeden Menschen auf der Erde ein Terabyte an Daten anfallen und gespeichert wird.

Nachdem die Festplattenkapazität in den vergangenen 20 Jahren explosionsartig angewachsen war, stagnierte der Zuwachs zuletzt. Mit der üblichen magnetischen Datenaufzeichnung sind derzeit 2,5-Zoll-Festplatten mit 4 Terabyte das Maximum. Für die drastische Erhöhung der Kapazität wird das Speichermedium mit einem Laser genau an dem Punkt erhitzt, an dem die Daten geschrieben werden. Damit wird der Schreibvorgang vereinfacht. Die geschriebenen Dateien werden dann dadurch stabilisiert, dass das Medium wieder schnell abgekühlt wird. Experten nennen dieses Verfahren Heat Assisted Magnetic Recording (HAMR).

Kapazitätssteigerung durch HAMR-Verfahren

Mit HAMR können nach Angaben von Seagate Speicherdichten von bis zu 50 Terabit je Quadratzoll erreicht werden. Im Vergleich dazu: Eine digitale Bibliothek mit allen auf der Welt verfassten Büchern ist etwa 400 Terabyte groß. Es sei also vorstellbar, dass in sehr naher Zukunft all diese Bücher auf nur 20 HAMR-Festplatten gespeichert werden könnten.

(Saskia Brintrup)

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