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Tauber-Tipps: Facebook richtig nutzen

Vertrauen schaffen - das kann ausgerechnet das umstrittene Netzwerk Facebook. Peter Tauber (CDU) hat offenbar gute Erfahrungen gemacht - und teilt sie bereitwillig mit Fans und anderen Politikern in einem digitalen Leitfaden.

13.04.2013, 08:01 Uhr (Quelle: DPA)
Facebook © Facebook

Twitter und Facebook haben längst Einzug in die Politik gehalten, auch der Bundestagsabgeordnete Peter Tauber (CDU) ist dort aktiv. Am Montag veröffentlichte er seine Richtlinien für die Nutzung Sozialer Netzwerke auf einem Digitalblog von E-Plus. Damit will er andere Politiker ermuntern, ebenfalls die digitale Kommunikation mit Wählern zu wagen. Denn der direkte Draht zu Abgeordneten könne das Vertrauen in die Politik stärken, sagte Tauber der Nachrichtenagentur dpa. "Das ist eine Form von Bürgernähe, die es früher so nicht gab."

Facebook als Spiegel der Volksseele

Tauber rät folglich davon ab, die eigenen Pressemitteilungen auf der Facebook-Seite einzutragen. Politiker sollten eher den Dialog suchen. "Man muss die Leute auch mal fragen, wie sie etwas finden und sich den Diskussionen stellen", sagte Tauber. Entgegen der verbreiteten Annahme, im Internet herrsche ein rauer Ton vor, erlebe er meist konstruktive Diskussionen. Auf seiner Facebook-Seite etwa bekomme er viele Rückmeldungen zu Themen, die in seinem hessischen Wahlkreis eine Rolle spielten. "Es ist schon ein zusätzlicher Gradmesser."

Tauber hat über den Kurznachrichten-Dienst Twitter bisher mehr als 9.000 Nachrichten abgesetzt und auf Facebook knapp 3.000 Fans gesammelt. Andere Politiker wie Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) oder der Grünen-Abgeordnete Volker Beck kommen auf ein Vielfaches. "Twitter mache ich so mit, das ist wie Radiohören beim Autofahren", sagte Tauber. "Das hält nicht von der regulären Arbeit ab. Wenn man versucht, Pausen nebenher zu nutzen, verliert man auch keine Zeit." Er rate zögerlichen Kollegen, es einfach auszuprobieren.

Soziale Netzwerke könnten auch beim anstehenden Bundestagswahlkampf eine Rolle spielen. "Ich kann mir schon vorstellen, dass die Menschen in diesem Wahlkampf mehr schauen, was die Kandidaten im Netz machen", sagte Tauber. In Wahlkreisen mit knappen Ergebnissen könne das "ein entscheidender Punkt sein".

(Dorothee Monreal)

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