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Tag der Ausfälle: Arcor und iesy mit Netzproblemen

Update: Bei Arcor war ein Kurzschluss, bei iesy ein Serverumzug Schuld an der Durstphase der Internetnutzer.

04.10.2005, 18:08 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Bei Arcor ging heute morgen gar nichts mehr. Regional jedenfalls. Weder by-Call noch via DSL kam eine Internetverbindung zu Stande. Der Ausfall reichte sogar so weit, dass die Website des Festnetzbetreibers stundenlang nicht erreichbar war.
Großflächig down
Das Problem erstreckte sich über den Zeitraum von circa 9:10 bis 12:40 Uhr und betraf einen Großteil der deutschen Großstädte - darunter München, Berlin und Frankfurt. Hamburg und Köln hingegen wurden verschont. Dort standen Arcor-Kunden die gebuchten Leistungen zur Verfügung. Auf Grund der regionalen Erreichbarkeit kann man davon ausgehen, dass einer der Authentifizierungsserver im Rechenzentrum ausfiel. Offiziell ist zu den Gründen noch nichts bekannt.
Mittlerweile ist der Fehler behoben und alle Internettarife wieder nutzbar. Jedoch mit Einschränkungen - Mitglieder unserer Community berichten von miserablen Übertragungsraten.
Gleiches Bild bei iesy
Dem hessischen Kabelnetzbetreiber iesy ergeht es aktuell wie Arcor am Vormittag. Die Internetpräsenz ist nicht erreichbar und der Breitbandzugang down. Ein Ende des Ausfalls ist nicht absehbar - wie bei Arcor liegen keine Details vor. Da auch die Arcor-Pressestelle das lange Wochenende wohlverdient zuhause verbrachte, kamen wir erst heute dazu, eine Stellungnahme einzuholen. Nach Angaben der Pressevertreter war ein "Defekt in der Stromversorgung" für den Ausfall verantwortlich.
Kurzschluss Schuld
Ein Kurzschluss in einem Netzknoten setzte ab circa 9:30 Uhr den Großraum Frankfurt aufs Trockene. Alle Arcor-Anschlüsse, sowohl ISDN als auch DSL, konnten bis um die Mittagszeit nicht genutzt werden. Dies betraf auch DSL-Zugänge auf Resale-Basis - deutschlandweit. Um 12:30 Uhr gingen die ersten Maschinen wieder ans Netz.
Serverumzug bei iesy
Bei iesy handelte es sich im Gegensatz zu Arcor um einen "geplanten Ausfall" (planned outage). Hier war kein Fehler im Rechenzentrum für die Offline-Zeit verantwortlich, sondern ein Serverumzug. Wie die Pressestelle des hessischen Kabelnetzbetreibers zugibt, sei eine Überwachungsverbesserung der Server angestrebt, für die das "Network Operation Centre" in Kerpen bestmöglich ausgestattet sei.
So bemühten sich die Techniker des Unternehmens von Freitagabend (20 Uhr) bis Samstagmittag darum, die Rechenkisten von Frankfurt nach Kerpen zu befördern. Die Kunden habe man über dies Auszeit zuvor per E-Mail unterrichtet, so die Pressestelle.

(Michael Müller)

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