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T-Systems: Rheinland-Pfalz nutzt als erstes Bundesland die Telekom Cloud

Rheinland-Pfalz wird mindestens zwei Jahre lang skalierbare Cloud-Dienste von T-Systems nutzen. Vertraglich festgeschrieben ist, dass die Daten Deutschland nicht verlassen dürfen.

18.11.2013, 13:46 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Die Telekom-Tochter T-Systems hat einen neuen Großkunden für ihre Cloud-Dienstleistungen gewinnen können. Ab sofort nutzt das Land Rheinland-Pfalz skalierbare Cloud-Services von T-Systems. Laut einer Mitteilung der Deutschen Telekom vom vergangenen Donnerstag ist Rheinland-Pfalz das erste Bundesland, das eine strategische Partnerschaft mit dem Bonner Konzern abgeschlossen hat. Der Vertrag ist zunächst auf zwei Jahre befristet, enthält aber eine Option zur Verlängerung um zwei weitere Jahre. T-Systems hatte sich nach eigenen Angaben bei einer öffentlichen Ausschreibung als Anbieter mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis durchsetzen können.

Daten dürfen Deutschland nicht verlassen

Doch sind die Daten in der Telekom Cloud wirklich sicher? Insbesondere nach den Ausspäh-Aktionen des US-Geheimdienstes NSA sollte dieser Aspekt im Fokus stehen. "Der Schutz von persönlichen Daten genießt in der Landesverwaltung höchste Priorität", betont Matthias Bongarth, Geschäftsführer Landesbetrieb Daten und Information Rheinland-Pfalz (LDI), denn auch.

Es sei vertraglich festgelegt, dass die Daten die Bundesrepublik nicht verlassen dürfen. Zudem gelten die strengen deutschen Datenschutzbestimmungen. Die Cloud-Plattform biete außerdem ein "ausgeklügeltes Backup-System", das die Wiederherstellung aller gespeicherten Daten im Falle eines Datenverlustes erlaube. Die Telekom Cloud verschaffe dem Bundesland "deutlich mehr Flexibilität für eine moderne Verwaltung und besseren Bürgerservice". Bei einem kurzfristig erhöhten Ressourcenbedarf könne T-Systems auf Abruf entsprechende Kapazitäten bereitstellen.

T-Systems stellt Rheinland-Pfalz Rechenzentrums-Kapazitäten im eigenen, in Deutschland angesiedelten Twin-Core Rechenzentrum bereit. Das LDI könne über eine zentrale, von T-Systems bereitgestellte Management-Plattform auf die Ressourcen zugreifen. In einem der von T-Systems angebotenen Modelle wird die Nutzung der Cloud-Leistungen nach Stunden abgerechnet, abhängig von der CPU-, Arbeitsspeicher- und Datenspeichernutzung. Der Vorteil für das Land: Kosten fallen in diesem Fall nur für die wirklich genutzten Leistungen an.

(Jörg Schamberg)

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