News

T-Systems bringt Philips in die Wolke

Der niederländische Elektronikkonzern wird von der Telekom-Tochter mit Rechenzentrums- und SAP-Dienstleistungen beliefert. Das Service-Modell basiert auf Cloud Computing.

08.12.2009, 08:16 Uhr
Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Die Geschäftskundensparte der Deutschen Telekom sorgt derzeit für positive Nachrichten: Nachdem gerade erst ein großer Deal mit dem Energiekonzern BP verkündet wurde, bestätigt T-Systems nun einen Großauftrag von Philips.
Private Cloud Computing
Der niederländische Elektronikkonzern hat mit T-Systems einen Vertrag über weltweite Dienstleistungen für SAP und Rechenzentren abgeschlossen, wie die Telekom am Montag bekannt gab. Das Service-Modell basiert auf dem sogenannten Cloud Computing, bei dem die Dienste über ein eigenes, gesichertes Netz für Philips bereitgestellt werden. Über diese "Private Cloud" kann das Unternehmen dann alle Dienstleistungen für den Betrieb von Rechenzentren je nach Bedarf abrufen.
Zum 1. Januar 2010 übernimmt T-Systems die Infrastruktur aller Rechenzentren an Standorten vor allem in den USA und den Niederlanden, aber auch in Deutschland und in anderen europäischen Ländern sowie in Südamerika und Asien. Im Zuge dieser Übernahme werden rund 185 Mitarbeiter zu T-Systems wechseln. Philips will so seine Informationstechnik modernisieren und durch die Auslagerung zu einem Dienstleister die Kosten senken. "So können wir unsere Ressourcen dynamisch abrufen und zahlen nur die tatsächlich verbrauchten Rechen- und Speicherkapazitäten. Das ermöglicht uns mehr Flexibilität bei geringeren Kosten", sagt Maarten de Vries, Chief Information Officer (CIO) von Philips.
Drittes Großunternehmen aus den Niederlanden
Der jetzt abgeschlossene Vertrag bestätige, dass T-Systems gerade für weltweit operierende Konzerne mit Sitz in Europa erste Wahl sei, so Reinhard Clemens, Vorstand Deutsche Telekom und CEO von T-Systems. Mit Philips hat T-Systems innerhalb kurzer Zeit nun neben Shell und Heineken das dritte weltweit agierende Großunternehmen aus den Niederlanden gewonnen. Zu den finanziellen Details wurde bislang nichts bekannt.

(Michael Posdziech)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang