News

T-Online: DSL-User kommen, Schmalbandler gehen

T-Online hat im ersten Quartal 2005 weniger Gewinn erwirtschaftet. Die Zahl der DSL-Kunden konnte merklich gesteiert werden.

11.05.2005, 11:19 Uhr
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

Die T-Online International AG, Europas größter Internetanbieter, hat heute ihre Geschäftszahlen für das erste Quartal 2005 vorgestellt. Erhöhte Marketingkosten für den Breitband- und Entertainmentbereich, sowie die Expansion ins europäische Ausland haben dabei das Ergebnis des Unternehmens belastet. Die Zahl der DSL-Kunden in Deutschland konnte gesteigert werden.
Weniger Gewinn
Das Konzernergebnis fiel um 22 Prozent von 79,3 Millionen Euro im ersten Quartal 2004 auf 61,7 Millionen Euro für das erste Quartal 2005. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) fiel um 17,9 Prozent auf 96,6 Millionen Euro. Hierfür macht der Konzern beginnende Netzinvestitionen und erhöhte Marktangangskosten verantwortlich, die für die Expansionen in Spanien und Frankreich angefallen seien. In diesen Märkten will T-Online seine Marktposition weiter ausbauen und mit jeweils 15 bis 20 Prozent Marktanteil zum führenden DSL-Anbieter werden.
Mehr DSL-Kunden
Im DSL-Bereich konnte T-Online seine Marktposition in Deutschland weiter ausbauen. So konnte das Unternehmen 295.000 neue DSL-Tarifkunden im ersten Quartal 2005 hinzugewinnen. Insgesamt hat T-Online inzwischen 3,94 Millionen DSL-Nutzer. Dies entspricht einer Steigerung von 44 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. T-Online tritt als DSL-Komplettanbieter auf, der DSL-Anschluss, Internetzugang und Hardware aus einer Hand anbietet. Im Gegenzug sackte die Zahl der Schmalbandkunden weiter in den Keller. Innerhalb der letzten zwölf Monate schmolz der Kundenstamm von 5,38 Millionen auf 4,71 Millionen Schmalbandsurfer zusammen.
Der Konzernumsatz betrug 509 Millionen Euro, nach 489 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Hauptumsatztreiber seien die Umsätze aus festen monatlichen Zahlungen gewesen. Diese stiegen in Deutschland um 8 Prozent auf 258 Millionen Euro und in Europa um 6 Prozent auf 42,1 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Umsätze aus den nutzungsabhängigen Entgelten waren um 18 Prozent rückläufig und fielen von 145,8 Millionen Euro im ersten Quartal 2004 auf nun 119,5 Millionen Euro. Laut T-Online sei dies auf die Strategie zurückzuführen, Kunden in Tarife mit höheren festen monatlichen Zahlungen zu migrieren.
Erweitertes Entertainment-Angebot
Im Produktbereich hat T-Online seine Angebote weiter ausgebaut. Dazu zählen der zur CeBIT gestartete Voice-over-IP-Service und der Ausbau der Video-on-Demand-Dienste. Hier konnte T-Online mit der Paramount Pictures Cooperation einen weiteren Partner gewinnen. Das Unterhaltungsangebot wurde mit TV-Serien, Filmen und Magazinen der Sender Sat1, ProSieben, Kabel1 und N24 erweitert. T-Onlines Musik-Plattform Musicload zählte mit einer Million Kunden zu den führenden Anbietern des legalen Musikdownloads in Deutschland.

(Christopher Bach)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang