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T-Online darf IP-Adresse nicht speichern

Internetprovider dürfen anhand einer IP-Adresse nicht mehr die Anzahl der übermittelten Daten ermitteln, entschied das Landgericht Darmstadt.

25.01.2006, 15:08 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Niederlage für T-Online vor Gericht: Der Telekommunikationsanbieter darf nicht mehr alle Verbindungsdaten seiner Internetkunden mit dem Tarif "dsl flat" speichern.
Nach einem Urteil des Landgerichts Darmstadt ist es dem Unternehmen nun verboten, bei Internetverbindungen die Menge der übertragenen Daten zu speichern. Zudem wurde T-Online verpflichtet, all jene Daten umgehend zu löschen, die eine Verbindung zwischen der zugeteilten IP-Adresse und dem Internetnutzer herstellen.
Gegenwind
Das Gericht vertritt die Auffassung, dass diese Daten für das Erstellen der Rechnung nicht erforderlich sind. Die jeweilige IP-Adresse ist wie ein individueller Fingerabdruck im Internet. An ihr können etwa Strafverfolger nachvollziehen, welche Seiten ein Internetnutzer besucht hat.
Mit dieser Entscheidung gab die Kammer der Klage eines T-Online-Kunden teilweise statt (AZ: 25 S 118/2005). Das Urteil ist rechtskräftig, eine Revision nicht möglich.

(Hayo Lücke)

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