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T-Mobile versucht es mit mobilem VoIP in den USA

Was in Deutschland nicht gut ankommt, muss nicht der ganzen Welt missfallen: In den USA startet T-Mobile ein Angebot, das dem hierzulande vom Markt genommenen T-One ähnelt.

04.05.2007, 15:16 Uhr
Internettelefonie© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Was in Deutschland nicht gut ankommt, muss nicht der ganzen Welt missfallen – das scheint sich zumindest T-Mobile in den USA zu denken. Dort nämlich startet der Mobilfunkableger des deutschen Ex-Monopolisten im Sommer einen Dienst, der Mobilfunk mit WLAN-Telefonie verbindet, berichtet das Wall Street Journal. In Deutschland startete der Mutterkonzern in der Vergangenheit mit T-One ein ganz ähnliches Angebot. Jedoch ohne Erfolg: Bereits im Februar wurde das "Festnetz- und Mobiltelefon in einem" nach nur wenigen Monaten wieder eingestellt.
GSM oder WLAN
"Hotspot at Home" soll der neue US-Dienst dem Zeitungsbericht zufolge heißen und Kunden die Möglichkeit bieten, zu Hause und in WLAN-Hotspots von T-Mobile unterwegs per Internet zu telefonieren. Ist gerade kein anderes Funknetz verfügbar, werden die Gespräche alternativ per Mobilfunk vermittelt.
In den vergangenen Monaten wurde der Service in Seattle getestet und sei nun soweit, im ganzen Land eingeführt zu werden. Die Lösung setzt die Nutzung eines Dual-Mode-Handys voraus, das sowohl GSM- als auch WLAN-Zugang bietet. Beim Test in Seattle seien dafür Geräte von Nokia und Samsung genutzt worden. Das Umschalten zwischen beiden Netzen soll mittlerweile reibungslos funktionieren.
Router für zu Hause
Während das "at Home"-Angebot in Deutschland ausschließlich per Mobilfunk gelöst wird, kommen bei "Hotspot at Home" in den USA spezielle Router zum Einsatz, damit die Kunden zu Hause übers Internet telefonieren können. Mittelfristig sollen die Geräte zusätzlich mit einem Anschluss fürs Festnetztelefon geliefert werden, so dass T-Mobile dann den US-Festnetzanbietern Konkurrenz machen würde. Der genaue Termin sowie Preise für die Markteinführung von "Hotspot at Home" in den USA sind noch nicht bekannt. In der Testphase zahlten Teilnehmer in Seattle umgerechnet rund 14,72 Euro im Monat zusätzlich auf ihre Mobilfunk-Rechnung. Ein weiteres Familienmitglied konnte für weitere 3,68 Euro ebenfalls den neuen Dienst ausprobieren.

(Aleksandra Leon)

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