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T-Mobile USA vor dem Verkauf?

Erhebliche Kosten für den Umbau des Telekom-Netzes lassen die Deutsche Telekom nach Informationen des "Wall Street Journal" überlegen, die US-Tochtergesellschaft zu verkaufen.

03.07.2005, 22:56 Uhr
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Die Deutsche Telekom erwägt nach Informationen des "Wall Street Journal" den Verkauf ihres Tochterunternehmens T-Mobile USA. Grund seien erhebliche Kosten für einen fälligen Umbau des Telekom-Netzes in den Vereinigten Staaten, berichtete die Wirtschaftszeitung am Sonntag.
Investieren oder verkaufen?
Wenn der deutsche Konzern gegen seine Konkurrenten auf dem US-Markt bestehen wolle, müsse er in den nächsten Jahren bis zu zehn Milliarden Dollar (8,3 Milliarden Euro) in sein dortiges Netz investieren. Auf der anderen Seite würde ein Verkauf möglicherweise 30 Milliarden Dollar bringen.
T-Mobile USA hat dem Bericht zufolge etwa zehn Prozent Anteile am US-Markt und liegt damit hinter Rivalen wie Verizon Wireless oder Cingular Wireless. Eine Entscheidung über die US-Tochter werde bis zum Ende des Jahres fallen, berichtete das "Wall Street Journal" weiter. Mit dem Erlös aus einem Verkauf könne in Europa investiert werden.
Vodafone hat kein Interesse
Laut dem Bericht ist die Konzerführung hinsichtlich der Strategie für den US-Markt jedoch uneins. Ein Sprecher des britischen Mobilfunkkonzerns Vodafone sagte der Zeitung, sein Konzern sei nicht an einem Kauf von T-Mobile USA interessiert, da er 45 Prozent der Anteile an Verizon Wireless halte.
Mit der Übernahme von Voicestream (heute: T-Mobile USA) hatte sich die Deutsche Telekom im Sommer 2001 in den US-Markt eingekauft. Der Kaufpreis zwischen 30 bis 35 Milliarden Euro war von vielen Analysten als zu hoch eingeschätzt worden, allerdings erwies sich das Unternehmen als einer der Wachstumsmotoren im Konzern. Die Zahl der Kunden stieg von sieben Millionen vor vier Jahren bis zum Ende des erstens Quartal 2005 auf 18,3 Millionen.

(Hayo Lücke)

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