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T-Mobile USA-Verkauf soll Telekom-Schulden tilgen

Telekom-Chef René Obermann rechnet laut "FAZ" beim Verkauf von T-Mobile USA an AT&T nicht mit Problemen durch die US-Wettbewerbsbehörden. Mit dem Verkaufserlös will die Telekom vor allem ihren Schuldenberg reduzieren und Aktien zurückkaufen.

21.04.2011, 11:01 Uhr (Quelle: DPA)
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Beim geplanten Verkauf von T-Mobile USA an AT&T rechnet Deutsche Telekom Chef René Obermann nicht mit Problemen durch die US-Wettbewerbsbehörden. "Der Wettbewerb in den Vereinigten Staaten wird sehr intensiv bleiben", sagte Obermann der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Donnerstagausgabe). Trotz des großen Widerstands in Amerika sei er überzeugt, die Aufsichtsbehörden vom Nutzen der Übernahme überzeugen zu können.

Milliarden für Schuldenabbau & Aktienrückkauf

Statt in Investitionen will die Telekom den Verkaufserlös von 39 Milliarden Dollar überwiegend in den Aktienrückkauf und den Schuldenabbau stecken.

"Im Ergebnis steigern wir den Wert der Telekom und erhöhen unsere Beweglichkeit", sagte Obermann. Die Verbindlichkeiten würden deutlich reduziert, die Zahl der dividendenberechtigten Telekom-Aktien sinke, und aus der AT&T-Beteiligung winke eine Ausschüttung. "Das sind Kostensenkungen und Mehreinnahmen, die aus heutiger Sicht zusammen rund 1,5 Milliarden Euro im Jahr ausmachen", sagte Obermann.

Nach dem Verkauf solle der Konzern bis 2015 zu Wachstum aus eigener Kraft zurückfinden. "Wir haben uns vorgenommen, langfristig wieder im Gleichschritt mit der Volkswirtschaft zu wachsen."

(Jörg Schamberg)

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