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T-Mobile USA: Schweizer reichen Patentklage ein

Gegen T-Mobile USA, der US-Mobilfunksparte der Deutschen Telekom, sowie gegen AT&T hat der Schweizer Roaminganbieter Starhome laut "Handelsblatt" Klage wegen Verletzung von zwei Patenten eingereicht.

04.06.2010, 17:00 Uhr
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Vertreter von T-Mobile USA, dem US-amerikanischen Mobilfunkableger der Deutschen Telekom, könnten sich schon bald vor Gericht verantworten müssen. Der Schweizer Roaminganbieter Starhome hat laut einem Bericht des "Handelsblatt" eine Klage wegen Verletzung von Patentrechten sowohl gegen T-Mobile USA als auch gegen eine Tochter des US-Telekommunikationskonzerns AT&T eingereicht.

Verletzung von zwei Patenten

Demnach sollen beide Unternehmen ihren Kunden unter anderem auch im Ausland einen einfachen Zugang zu ihrer Mailbox über eine Kurzwahlnummer ermöglichen. Dahinter stecke aber eine Technologie, auf die Starhome in Jahren 2005 und 2007 Patente angemeldet habe. Geht es nach den Schweizern, sollen sowohl T-Mobile USA als auch AT&T Mobilty die Dienstleistung ihren Kunden nicht mehr anbieten dürfen. Laut "Handelsblatt" hätten beide Unternehmen bislang keine Stellungnahme zu der gegen sie eingereichten Patentklage abgegeben.

T-Mobile USA befindet sich ohnehin in bewegtem Fahrwasser. Der bisherige Chef Robert Dotson gab in der vergangenen Woche seinen Rückzug für Ende Mai 2011 bekannt. Schon ab 1. Juli wird Philipp Humm als neuer Chef von T-Mobile USA die Geschäfte leiten. Anfang Mai hatte es zudem schwere Vorwürfe gegen T-Mobile USA wegen der dortigen Arbeitsbedingungen gegeben. T-Mobile USA behindere eine gewerkschaftliche Organisation der dortigen Angestellten. Außerdem ist die US-Mobilfunksparte des Bonner Konzerns seit längerem eines der großen Sorgenkinder und kämpft mit einem Rückgang der Kundenzahlen. Telekom-Chef René Obermann hatte daher im März Milliarden-Investitionen für das US-Geschäft angekündigt.

(Jörg Schamberg)

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