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T-Mobile und Vodafone auf Futtersuche

11.01.2003, 10:08 Uhr
Vodafone© Vodafone GmbH

Kleinvieh macht auch Mist - die Zeit der strategischen Firmenübernahmen ist vorbei. Diese waren meist sehr teuer und haben manchem Mobilfunk-Chef den Schlaf, wenn nicht sogar den Job gekostet. Nun wird am Wegesrand aufgesammelt, wer ins Straucheln geriet und nicht mehr allein von der Stelle kommt. So auch die holländische Tochter der britischen mmO2.
Neben T-Mobile und Vodafone sei noch ein dritter Anbieter an der Übernahme von O2 Nederlands interessiert. KPN Mobile, der holländische Ex-Monopolist, habe allerdings schon abgewunken. Mit dem Kauf eines weiteren kleinen Anbieters könnte T-Mobile seine Holland-Tochter Ben aufwerten und müsste dafür wahrscheinlich nicht tief in die Tasche greifen. Aus zwei kleinen Anbietern könnte so ein respektabler Konkurrent für die Platzhirsche entstehen.
Vodafone folgt dem Beispiel der finanziellen Zurückhaltung schon seit geraumer Zeit. In Frankreich überließ man dem Konkurrenten Vivendi das Feld bei Cegetel - vorerst. Die Briten verzichteten einfach darauf, ein höheres Angebot abzugeben. In Österreich schloss man den weißen Fleck auf der europäischen Karte durch eine Kooperation mit Telekom Austria. Ein finanzieller Einstieg ist dort nicht geplant.

(Peter Giesecke)

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