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T-Mobile rettet Telekom-Bilanz

Nicht nur beim Umsatz und Gewinn konnte T-Mobile deutlich zulegen, sondern auch bei den Kundenzahlen. Insbesondere das US-Geschäft entwickelt sich positiv.

09.08.2007, 11:45 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Der Marktführer unter den deutschen Mobilfunk-Netzbetreibern, die Telekom-Tochter T-Mobile, konnte auch im zweiten Quartal weiter wachsen. Das geht aus dem heute vorgelegten Geschäftsbericht hervor. Nicht nur beim Umsatz und Gewinn konnte T-Mobile deutlich zulegen, sondern auch bei den Kundenzahlen. Mit der vorgelegten Bilanz konnte T-Mobile die schwachen Zahlen der Konzernmutter retten.
Viele "neue" Kunden
Weltweit waren im T-Mobile-Netzwerk Ende Juli 111,76 Millionen Kunden registriert. Davon entfallen auf Deutschland 34,33 Millionen Kunden und auf den US-Markt 26,88 Millionen Kunden. Im zweiten Quartal konnte T-Mobile insgesamt 2,56 Millionen neue Kunden gewinnen, davon allein 857.000 in den USA. In Deutschland weist T-Mobile zwischen April und Juli einen Zuwachs von 1,28 Millionen Kunden aus. Davon entschieden sich aber nur 177.000 Kunden für einen lukrativen Laufzeitvertrag.
Der größte Teil der "neuen" Kunden ist aber auf eine Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen bei Prepaid-Guthaben zurückzuführen. Da die Guthaben nun länger nutzbar sind, wurden deutlich weniger Kunden deaktiviert als noch vor einem Jahr.
Wie alle deutschen Mobilfunker hat auch T-Mobile mit einem weiter rückläufigen Durchschnittsumsatz pro Kunde (ARPU) zu kämpfen. Er viel innerhalb der letzten zwölf Monate von durchschnittlich 21 Euro auf 18 Euro. Ähnliche geringe Umsätze pro Kunde macht T-Mobile sonst nur in Osteuropa. In den USA liegt er bei 38 Euro, in den Niederlanden bei 36 Euro, in Österreich bei 30 Euro.
Gewinn steigt
Den Gesamtumsatz konnte T-Mobile konzernweit gegenüber dem Vorjahresquartal um zehn Prozent auf 8,65 Milliarden Euro steigern. In Deutschland ging der Umsatz aber aufgrund des scharfen Wettbewerbs und den daraus resultierenden fallenden Preisen von 2,06 Milliarden Euro auf 2,01 Milliarden Euro zurück. Das Konzernergebnis stieg im Jahresvergleich um fast 20 Prozent auf 1,30 Milliarden Euro.

(Hayo Lücke)

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