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T-Mobile: Günstigere Tarife sollen her

T-Mobile-Chef will das Image, Mobilfunk sei teuer, abschaffen. Gleichzeitig sollen die Handysubventionen sinken.

26.01.2005, 09:16 Uhr
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Der führende deutsche Mobilfunkkonzern T-Mobile will mit niedrigeren Gebühren Handy-Kunden locken und damit den eigenen Umsatz ankurbeln. "Wir müssen die Tarife günstiger machen. Das Teuer-Image des Mobilfunks muss weg", sagte T-Mobile-Chef René Obermann der "Financial Times Deutschland". Finanziert werden solle dies - wie bereits mehrfach in der Vergangenheit angekündigt - über den Abbau von Handy-Subventionen.
So seien die Zuschüsse für im Voraus bezahlte Guthabenkarten (Prepaid) bereits deutlich herunter gefahren worden. "Das dadurch gesparte Geld nutzen wir, um günstigere Tarife anzubieten und so Telefonate und mobile Datendienste attraktiver zu machen", sagte Obermann.
Nachfrage sinkt
Mit diesem Schritt reagiert die Tochter der Deutschen Telekom auf das nachlassende Wachstum im europäischen Mobilfunkgeschäft. "Es geht mir um eine Änderung des Marktmodells: hin zu realistischen Handypreisen und günstigen, einfachen Gebühren", fügte der T-Mobile-Chef hinzu. Um die Nutzung von mobilen Anwendungen voran zu bringen, müssten die Tarife so günstig werden, dass "für die Kunden keine Hemmschwelle mehr besteht".
Kurzfristig verlangten die Änderungen aber Stehvermögen. "Schon im dritten Quartal haben wir im Prepaid-Geschäft deutliche Einbußen verzeichnet und so Marktanteil verloren", sagte Obermann der "FTD". "Ich gehe davon aus, dass sich dieser Trend im Schlussquartal fortgesetzt hat."

(Hayo Lücke)

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