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T-Mobile: Die Marktführerschaft ist in Gefahr

Mit nur 89.000 Neukunden im ersten Quartal dieses Jahres läuft T-Mobile Gefahr, in den kommenden Monaten die Marktführerschaft an Vodafone zu verlieren.

12.05.2005, 13:22 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Im Kampf um Neukunden hat T-Mobile auch im ersten Quartal des neuen Jahres wieder eine bittere Pille schlucken müssen. Nachdem schon E-Plus mit einem mauen Zuwachs von nur 140.000 Neukunden im ersten Quartal überraschte, unterbietet T-Mobile diese Zahlen in seinem aktuellen Quartalsbericht nochmals deutlich.
Nur 89.000 Neukunden
Die gegenüber unserer Redaktion formulierte Zielsetzung, nur werthaltige Kunden gewinnen zu wollen, scheint voll und ganz aufzugehen. Sie dürfte T-Mobile aber im Laufe der kommenden Monate auch die Marktführerschaft auf dem deutschen Mobilfunkmarkt kosten. Von Januar bis Ende März konnte die Telekom-Tochter gerade einmal 89.000 neue Kunden gewinnen, was noch einmal deutlich unter der Neukundenzahl des letzten Quartals 2004 liegt. Trotz des eigentlich treibenden Weihnachtsgeschäfts konnte T-Mobile seinerzeit nur 120.000 neue Kunden an sein Netz anschließen.
Insgesamt kommt T-Mobile aktuell auf einen Kundenstamm von knapp 27,6 Millionen. Verbessert werden konnte indes die Kundenstruktur. Kunden, die über einen Laufzeitvertrag telefonieren, machen inzwischen 49 Prozent des Gesamtbestandes aus, heißt es. Zu beachten ist aber auch: Der Umsatz ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht zurück. Statt 2,12 Milliarden Euro im ersten Quartal 2004 flossen in den ersten drei Monaten dieses Jahres nur 2,07 Milliarden Euro in die Kassen. Dies sei insbesondere darauf zurückzuführen, dass die Endgeräteverkäufe bewusst zurückgefahren wurden, so T-Mobile.
Weltweit 78,9 Millionen Kunden
International betrachtet stieg die Kundenzahl von T-Mobile in den ersten drei Monaten des Jahres um 1,5 Millionen auf 78,9 Millionen. Allein eine Million neue Kunden steuerte T-Mobile USA bei. In Europa sind den T-Mobile-Angeben zufolge insbesondere die Ralax-Tarife mit abtelefonierbaren Minutenpaketen erfolgreich. Insgesamt 14 Prozent aller Vertragskunden nutzen inzwischen ein solches Angebot. Der Umsatz stieg im Konzern gegenüber dem Vorjahresquartal um 7,6 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA lag 15,6 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres bei 2,1 Milliarden Euro.

(Hayo Lücke)

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