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T-Mobile-Chef erwartet Umsatzdelle

Gegenüber der "Financial Times Deutschland" sagte Philipp Humm, dass auch die steigende Mobilfunk-Nutzung den Umsatzeinbruch nicht auffangen könne.

14.06.2006, 08:18 Uhr
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Wegen fallender Preise für Handy-Telefonate erwarten Mobilfunkanbieter einem Zeitungsbericht zufolge eine monatelange Umsatzdelle. Auch eine steigende Mobilfunk-Nutzung könne dieses nicht ausgleichen, sagte der Chef von T-Mobile Deutschland, Philipp Humm, der "Financial Times Deutschland" (Mittwochausgabe).
Wachstum durch Datendienste
Die Kunden änderten ihr Verhalten langsamer als die Preise fielen, sagte Humm. Humm rechnet nur noch mit etwa drei Prozent Wachstum in den kommenden Jahren - getrieben allein durch Datendienste.
Zahlreiche Billiganbieter setzten T-Mobile zuletzt unter Druck. Allein in den vergangenen zwölf Monaten fielen die Minutenpreise in Deutschland demnach um zwölf Prozent. Im ersten Quartal habe T-Mobile deshalb 3,4 Prozent Umsatzverlust ausweisen müssen.
"Der Markt hat Überkapazitäten und viel Spielraum auf der Preisseite", sagte Humm. Die Anbieter seien dabei, ihre Preismodelle umzustellen. Diese Phase werde bis ins Frühjahr 2007 reichen. Bis dahin würden Umsätze und Margen fallen. Diesem könnten die Mobilfunker nur begegnen, falls es ihnen gelänge, das Kundenverhalten zu ändern. "Nirgendwo in Europa wird weniger telefoniert, nirgendwo sind die Umsätze pro Kunden so niedrig wie in Deutschland", sagte Humm.

(Hayo Lücke)

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