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T-Mobile: Bis zu 2.200 Mitarbeiter müssen gehen

Im Zuge der "Save for Growth"-Kampagne soll auch das Handysortiment deutlich verkleinert werden.

20.01.2005, 11:01 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Während gestern auf der CeBIT Preview in Hamburg noch alles rosig schien und auch Till Schweiger mit einem breiten Grinsen am T-Mobile-Stand die PushToTalk-Funktion nutzte, droht zahlreichen Mitarbeitern aus dem Hause der Telekom-Tochter schon bald der Jobverlust.
Im Bonn wurden am heutigen Tage Details des Wachstums- und Effizienzprogramms von T-Mobile vorgestellt, das unter dem markanten Namen "Save For Growth" läuft. Mit dem Programm will der Mobilfunkkonzern bis ende 2006 ein jährliches Einsparvolumen von einer Milliarde Euro erzielen. Dies sind nach eigenen Angaben zehn Prozent der laufenden Kosten. Bis zu 500 Millionen Euro sollen reinvestiert werden, damit die Wachstumsziele erreicht werden.
Unter anderem sei mit dem Sparprogramm verbunden, dass 1.200 Arbeitsplätze in Deutschland wegfallen. Insgesamt sollen es sogar 2.200 Stellen sein. Neben Deutschland soll es Kündigungen in Großbritannien, den Niederlanden, Österreich und Tschechien geben.
Eine neue Ära bricht an
"Wir sind am Beginn einer neuen Ära", erklärte T-Mobile-Chef René Obermann. "Die Mobilfunkindustrie steht vor einem Wandel: Der Schwerpunkt liegt nicht mehr beim reinen SIM-Karten-Wachstum, sondern bei der Entwicklung und Pflege intensiver Kundenbeziehungen." Vor dem Hintergrund der hohen Verbreitung von Mobiltelefonen in den meisten europäischen Mobilfunkmärkten werde sich das Geschäft verändern. "Der Kurs ist klar: Profitables Wachstum zu vertretbaren Kosten statt Wachstum um jeden Preis", betonte Obermann. "Konkret heißt das: Einfache und günstige Handytarife in Verbindung mit realistischen Handypreisen." Weiter führte er aus, dass mit den von den Kündigungen betroffenen Mitarbeitern "akzeptable Lösungen und Perspektiven" gefunden werden sollen.
Viel Geld will T-Mobile auch durch eine Straffung seines Handy-Sortiments einfahren. Vertriebsvorstand Höttges erklärte dazu, die bisher große Palette von rund 50 Modellen sei nur zum Teil bei den Kunden auf ausreichende Resonanz gestoßen. Das Angebot werde deshalb auf 30 bis 40 Typen reduziert. Diese Entscheidung dürfte sich für den einen oder anderen T-Mobile-Lieferanten wie Nokia, Motorola, Samsung oder Siemens als schwerer Schlag erweisen.

(Hayo Lücke)

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